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Rassismus Zahl antisemitischer Angriffe in Frankreich verdoppelt

Die Zahl der Übergriffe auf Juden in Frankreich hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Präsident François Hollande kündigte umfassende Maßnahmen zum Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus an.

Zwei orthodoxe Juden am Tatort der Geiselnahme im Osten von Paris. Quelle: dpa

Die Zahl antisemitischer Attacken in Frankreich hat sich im vergangenen Jahr auf 851 Fälle mehr als verdoppelt. Im Jahr 2013 seien es noch 423 Taten gewesen, teilte die Organisation zum Schutz der jüdischen Gemeinde am Dienstag mit.

Die Zahl der gewalttätigen Angriffe nahm um 130 Prozent auf 241 zu. Der überwiegende Teil der Angriffe wurde demnach in Paris, Marseille, Lyon, Toulouse, Straßburg oder Nizza registriert. Die Statistik entstand in Zusammenarbeit mit dem französischen Innenministerium. In Frankreich lebt mit mehr als 500.000 Menschen die größte jüdische Gemeinde in Europa.

"Wir werden die Angreifer so lange jagen wie nötig"
Bild der Straße, in der der Anschlag mutmaßlich stattfand Quelle: dpa
Ein Soldat patrouilliert vor dem Eiffelturm Quelle: Reuters
Ein Mann hält ein Blatt Papier hoch, auf dem "Je suis Charlie" ("Ich bin Charlie") steht Quelle: Reuters
Der bei dem Anschlag getötete Chefredakteur von "Charlie Hebdo", Stéphane Charbonnier, mit einer Ausgabe der Zeitung (Aufnahme von 2012) Quelle: dpa
Einschussloch eines Projektils in einem Fenster der Redaktionsräume, die vergittert sind. Quelle: AP
Rettungskräfte helfen einem Mann Quelle: AP
Ein Kleinwagen, vermutlich das Fluchtfahrzeug der Täter, steht auf einer Straße. Rechts und links die (vermummten) mutmaßlichen Täter, beide halten eine Waffe in der Hand. Quelle: REUTERS

Präsident François Hollande kündigte umfassende Maßnahmen zum Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus in seinem Land an. Die Abwehr solle sichtbarer und wirksamer werden, sagte Hollande während einer Gedenkstunde in Paris für die Opfer der Judenverfolgung.

Rassistische oder antisemitische Hintergründe sollten bei einer Straftat als erschwerend bewertet werden. Entsprechende Hetze in Publikationen will Hollande als Straftaten ins Gesetz aufnehmen und der Verwaltung die Möglichkeit geben, rassistische oder antisemitische Seiten im Internet zu sperren.

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