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Raumfahrt Europa plant radikalen Umbau seines Raketenprogramms Ariane

Exklusiv

Die europäischen Raumfahrtnationen prüfen einen grundlegenden Umbau ihres Raketenprogramms Ariane.

Die verrückten Projekte des Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk Quelle: dpa
Menschen auf dem Mars - im September 2016 stellt Musk detaillierte Ideen für eine Besiedlung des Planeten vor. Quelle: SapceX,AP
Im Dezember 2015 kehrt mit der „Falcon 9“ erstmals eine Trägerrakete nach einer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurück. Quelle: dpa
Autopilot im Tesla Quelle: REUTERS
Autonomes Fahren im Tesla Quelle: REUTERS
Die sogenannten „Supercharger“ brauchen rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung. Quelle: REUTERS
Mit einer „Hyperloop“ genannten Röhre will Musk irgendwann in der Zukunft per Unterdruck Passagiere mit nahezu Schallgeschwindigkeit wie eine Art Rohrpost transportieren. Quelle: REUTERS

Grund ist die wachsende Konkurrenz durch das private amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX, das Tesla- und PayPal-Gründer Elon Musk aufgebaut hat. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, wollen schon in den nächsten zwei, drei Monaten das Bundeswirtschaftsministerium, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die europäische Raumfahrtbehörde ESA sowie andere EU-Staaten und die Schweiz entscheiden, ob künftig die Industrie selbst die Entwicklung neuer Ariane-Trägerraketen initiieren und verantworten soll. Das kündigte DLR-Vorstandschef Johann-Dietrich Wörner gegenüber der WirtschaftsWoche an. Bisher ist allein die ESA für den Entwurf von Ariane-Raketen zuständig. Die Industrie setzt nur die Vorgaben um.

„Künftig könnte die Industrie über das Design entscheiden und gleichzeitig mehr Verantwortung für Erfolg und Misserfolg tragen“, sagte Wörner. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt ihn: „Auch in Europa muss der Weg in Richtung mehr unternehmerische Verantwortung im Trägermarkt gehen.“ Ziel müsse es sein, dass der Transport von Satelliten ins All ohne staatliche Subventionen funktioniere, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

Entscheiden sich die Beteiligten für die Industrie-Lösung, soll der ESA-Ministerrat, das höchste Gremium der Raumfahrtbehörde, die Vorlage am 3. Dezember ratifizieren.

„ESA und Arianespace schlottern die Knie, wenn sie an SpaceX denken“, sagte der deutsche Astronaut und Raumfahrttechnik-Professor Ulrich Walter der WirtschaftsWoche. Sogar die Bundeswehr schießt ihre Satelliten via SpaceX ins All – weil es billiger ist. Das US-Unternehmen SpaceX verlangt für einen Start der selbst entwickelten Falcon-9-Rakete 61 Millionen Dollar. Der Start einer Ariane 5 kostet rund 170 Millionen Euro.

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