Reformprogramm im Mittelpunkt Juncker lädt Tsipras nach Brüssel ein

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras reist am Mittwoch zu einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach Brüssel.

Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS
Eiffelturm und Feuerwerk Quelle: dpa
Vancouver Lake Quelle: AP
Platz 6: ItalienItaliens Schulden sind mit 2,75 Billionen Euro immens hoch. Schließlich ist das mehr, als die italienische Volkswirtschaft in einem Jahr erwirtschaftet. Die Schulden im Verhältnis zum BIP liegen bei 139,5 Prozent. Die 60,8 Millionen Italiener sind im Durchschnitt pro Kopf mit 46,757 US-Dollar (rund 45.000 Euro) verschuldet. Quelle: dpa
Platz 5: BelgienNoch höher sind die Schulden pro Einwohner allerdings in Belgien. Hier beträgt die Pro Kopf-Verschuldung 47.749 US-Dollar (44,338 Euro). Die absoluten Staatsschulden belaufen sich auf 375 Milliarden Euro. Das entspricht ziemlich genau der Wirtschaftsleistung des Landes. Quelle: dpa
Platz 4: SingapurDas asiatische Land gilt als wirtschaftlicher Vorreiter in der Region. Allerdings ist die Schuldenlast des 5,5-Millionen-Einwohner-Staates hoch: Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 56.980 US-Dollar (52,910 Euro). Insgesamt liegen die Staatsschulden bei 106,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Quelle: dpa
Platz 3: USAMehr als eine Billion Dollar Defizit stand in den Haushaltsbüchern der USA, als Obama Präsident wurde. Noch im letzten Jahr schoben die Vereinigten Staaten von Amerika einen gigantischen Schuldenberg in Höhe von 18,195 Billionen US-Dollar vor sich her - das waren 58,604 US-Dollar (54,418 Euro) pro Kopf. Mittlerweile hat sich das Haushaltsloch verringert. Wegen höherer Einnahmen und geringerer Ausgaben werde nun nur noch mit einem Defizit von 455 Milliarden Dollar (413 Milliarden Euro) gerechnet. Im kommenden Haushaltsjahr soll das Loch dann bei 429 Milliarden Dollar und damit bei 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Quelle: dpa
Platz 2: IrlandGetoppt wird die Pro-Kopf-Verschuldung nur noch von Irland und einem weiteren Land. Das Euro-Land hat infolge der Finanzkrise eine Pro-Kopf-Verschuldung von über 60,000 US-Dollar aufgebaut. Die Gesamtschulden betragen 121 Prozent des irischen BIP. Zahlen, über die der Spitzenreiten nur lachen kann... Quelle: dapd
Platz 1: JapanJapans Verschuldung beträgt inzwischen über zehn Billionen US-Dollar. Das sind 199 Prozent des BIP - oder 79,525 US-Dollar (73,844 Euro) pro Einwohner. Quelle: dpa

Der Besuch findet auf Einladung Junckers statt, wie die Regierung in Athen am späten Dienstagabend mitteilte. Im Mittelpunkt der Unterredungen werden nach Regierungsangaben in Athen die griechischen Reformvorschläge und Vorstellungen der Geldgeber über das weitere Vorgehen in der griechischen Finanzkrise stehen. Ohne Reformen und weitere Sparmaßnahmen kann Athen nicht auf weitere Finanzhilfen hoffen. Viel Zeit hat die griechische Regierung nicht. Allein im Juni muss Athen knapp 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

Von Grexit bis Graccident - die wichtigsten Begriffe zur Schuldenkrise

Griechenland hat nach Worten von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Schuldenstreit enorme Verpflichtungen. "Klar ist, dass Griechenland gegenüber Europa eine Bringschuld hat, weil es viel Solidarität von der EU erfahren hat", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Deshalb müsse Athen Reformen voranbringen, bei der Reform seiner Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung, bei einer gerechteren Verteilung der Lasten, besonders auch bei der Besteuerung der großen griechischen Vermögen.

Was droht Griechenland und seinen Banken?

"Leider sehen wir da bisher noch nicht das, was sich viele auch in Griechenland vorgestellt haben." Zugleich gab sich der SPD-Politiker trotz des immer enger werdenden Zeitfensters zuversichtlich. Er erkenne bei allen Beteiligten "das ehrliche Bemühen, zu einer tragfähigen Lösung" kommen zu wollen.

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Griechenland ist inzwischen einer Staatspleite nahe. Eine Einigung mit den internationalen Geldgebern auf weitere Reformen würde Hilfen der Euro-Zone und des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 7,2 Milliarden Euro freisetzen. Am Freitag wird eine Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von 300 Millionen Euro fällig; Griechenland muss dem Fonds im Juni insgesamt 1,6 Milliarden Euro überweisen.

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