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Reformprogramm im Mittelpunkt Juncker lädt Tsipras nach Brüssel ein

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras reist am Mittwoch zu einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach Brüssel.

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Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Der Besuch findet auf Einladung Junckers statt, wie die Regierung in Athen am späten Dienstagabend mitteilte. Im Mittelpunkt der Unterredungen werden nach Regierungsangaben in Athen die griechischen Reformvorschläge und Vorstellungen der Geldgeber über das weitere Vorgehen in der griechischen Finanzkrise stehen. Ohne Reformen und weitere Sparmaßnahmen kann Athen nicht auf weitere Finanzhilfen hoffen. Viel Zeit hat die griechische Regierung nicht. Allein im Juni muss Athen knapp 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen.

Von Grexit bis Graccident - die wichtigsten Begriffe zur Schuldenkrise

Griechenland hat nach Worten von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Schuldenstreit enorme Verpflichtungen. "Klar ist, dass Griechenland gegenüber Europa eine Bringschuld hat, weil es viel Solidarität von der EU erfahren hat", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Deshalb müsse Athen Reformen voranbringen, bei der Reform seiner Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung, bei einer gerechteren Verteilung der Lasten, besonders auch bei der Besteuerung der großen griechischen Vermögen.

Was droht Griechenland und seinen Banken?

"Leider sehen wir da bisher noch nicht das, was sich viele auch in Griechenland vorgestellt haben." Zugleich gab sich der SPD-Politiker trotz des immer enger werdenden Zeitfensters zuversichtlich. Er erkenne bei allen Beteiligten "das ehrliche Bemühen, zu einer tragfähigen Lösung" kommen zu wollen.

Europa



Griechenland ist inzwischen einer Staatspleite nahe. Eine Einigung mit den internationalen Geldgebern auf weitere Reformen würde Hilfen der Euro-Zone und des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 7,2 Milliarden Euro freisetzen. Am Freitag wird eine Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von 300 Millionen Euro fällig; Griechenland muss dem Fonds im Juni insgesamt 1,6 Milliarden Euro überweisen.

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