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Regelung für Aufsichtsräte EU-Parlament stimmt Frauenquote zu

Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen sollen bis 2020 nach Ansicht des EU-Parlaments zu 40 Prozent aus Frauen bestehen. Das EU-Parlament stimmte für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission.

Die mächtigsten Frauen im Business 2013
Nächstes Jahr wird das US-Magazine "Fortune" nicht um sie herumkommen: Die künftige Chefin und erste Frau an der Spitze des größten US-Autobauers General Motors (GM) ist ein echtes Eigengewächs. Mit 18 Jahren begann Mary Barra in dem amerikanischen Traditionsunternehmen als Werkstudentin - seitdem hat sie in den unterschiedlichsten Konzernbereichen mit angepackt. Barra arbeitete im Ingenieurwesen, leitete ein Fertigungswerk und war Co-Chefin des Personalressorts. Auf allen Stationen machte sie sich als exzellente Strategin einen Namen. Ihren schwierigsten Job hatte die 51-Jährige sicher zuletzt: Als Vize-Präsidentin war sie für die weltweite Produktentwicklung von GM verantwortlich - eine Aufgabe, der ihr in der Männerdomäne nur wenige zugetraut hatten, wie das Magazin „Bloomberg Businessweek“ in einem Barra-Porträt schrieb. „Sie ist führend am neuesten Erfolg der Firma beteiligt und belebt die Produktentwicklung bei GM neu“, lobte das Unternehmen sie nun anlässlich der Ernennung zur mächtigsten Frau in der globalen Autoindustrie. Ihre Produkte seien von einer ungekannten Qualität und kämen beim Kunden besonders gut an. Die zweifache Mutter habe sich als Anführerin herausgestellt, meinte der Aufsichtsrat. Quelle: dpa
Platz 14: Safra A. CatzDie 51-Jährige ist eine der Präsidentinnen der Oracle Corporation, einem der weltgrößten Software-Hersteller. Sie kam bereits 1999 zum Unternehmen und war seit 2001 Mitglied des Vorstandes. Auf den Plätzen 10 bis 13 finden sich außerdem Abigail Johnson, Phebe Novakovic und Carol Meyrowitz, Ursula Burns. Quelle: AP
Platz 9: Meg WhitmanDie 57-Jährige ist seit 2011 CEO und Präsidentin von Hewlett-Packard und war zuvor bei ebay. Vor ihrem BWL-Studium hat sie übrigens Medizin studiert, wechselte dann aber das Fach. Außerdem kandidierte sie 2010 in Kalifornien für das Amt der Governeurin. Vergangenes Jahr belegte sie im Fortune-Ranking noch Platz 3. Quelle: REUTERS
Platz 8: Marissa MayerDie 38-Jährige ist seit 2012 Vorstandsvorsitzende bei Yahoo. Dreizehn Jahre war sie zuvor bei Google – Mitte 2012 wurde sie vom Rivalen abgeworben. Ihr Ziel: Yahoo soll wieder zu einer der ersten Adressen im Internetgeschäft werden. Quelle: REUTERS
Platz 7: Patricia WoertzDie 60-Jährige ist CEO des Nahrungsmittelkonzerns Archer Daniels Midland und dort seit 2006 die Chefin. Bereits in den Vorjahren stand sie auf der Liste der mächtigsten Frauen der Welt. Sie verdient pro Jahr 20.684.000 US-Dollar. Quelle: REUTERS
Platz 6: Irene RosenfeldDie 60-Jährige verlor im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Kraft Foods. Ihre Großeltern waren Juden, die aus Deutschland eingewandert sind. Sie promoviert in Marketing und Statistik. Quelle: Reuters
Platz 5: Sheryl Sandberg Die 44-Jährige hat hingegen gleich drei Plätze gut gemacht. Sie ist seit 2008 Geschäftsführerin von Facebook und war zuvor sowohl bei Google als auch Stabschefin im US-Finanzministerium. Sie ist eine der reichsten Frauen der Welt. Quelle: REUTERS

In den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sollen bis 2020 nach dem Willen des Europäischen Parlaments 40 Prozent Frauen sitzen. Für die neue Regelung sprach sich am Mittwoch eine breite Mehrheit der EU-Abgeordneten aus. Derzeit liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten Europas nach Parlamentsangaben bei weniger als 18 Prozent. Bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin hatten sich CDU/CSU und SPD auf Arbeitsebene darauf geeinigt, dass Frauen ab 2016 in neu zu besetzenden Aufsichtsräten von börsennotierten oder voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen mindestens 30 Prozent ausmachen sollen. Von den 30 Dax -Konzernen erfüllen erst acht diese Vorgabe.

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Das EU-Parlament will die Firmen zudem zu einer gleichmäßigeren Verteilung von Männern und Frauen in Führungsgremien verpflichten. So soll bei gleicher Qualifikation in Sachen Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung die Person berufen werden, deren Geschlecht bislang im Aufsichtsrat unterrepräsentiert ist.

Die CDU-Abgeordnete Angelika Niebler bezeichnete die neuen Regelungen als praxisnah, weil sie nicht für kleine und mittelständische Unternehmen gelten. So seien Firmen ausgenommen, die weniger als 250 Personen beschäftigten und entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro erzielten oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Millionen Euro belaufe.

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