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Regierungs-Krise Papandreou räumt widerwillig seinen Platz

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Falche Defizit-Zahlen übermittelt

Lucas Papademos

Die Zugehörigkeit Griechenlands zur Eurozone ist für Papademos eine Herzensangelegenheit. Denn: Als Chef der griechischen Zentralbank führte er den Mittelmeer-Staat  in die Währungsunion. Doch gerade diese Arbeit hat Papademos Ruf geschadet.

Schließlich haben die Griechen sieben Mal in Folge, von 1997 bis 2003, falsche Defizitzahlen nach Brüssel gemeldet und sich so den Euro-Beitritt erschlichen. In den Jahren 1998 und 1999, die als Referenzwert für den Euro-Beitritt galten, lag das Defizit in Wirklichkeit deutlich über den maximal erlaubten 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Papademos wird, wie viele Euro-Politiker, davon gewusst haben. Gehandelt haben sie alle nicht.

Mit der Bildung der Übergangsregierung ist die Volksabstimmung Griechenlands über den Verbleib in der Eurozone vom Tisch; schon vorab war sie parteiübergreifend abgelehnt worden. Der griechische Schuldenschnitt, der in der vergangenen Woche verabredet wurde, kann damit weiter forciert werden. Das wäre auch im Sinne Papademos. Er sprach sich stets für einen freiwilligen Schuldenschnitt aus – und für ein groß angelegtes Privatisierungsprogramm.

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