WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Regierungsproteste Zehntausende Ukrainer protestieren erneut in Kiew

Zehntausende Menschen haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zum fünften Mal hintereinander bei einer großen Sonntagskundgebung gegen die prorussische Führung protestiert.

Klitschko: "Ich werde kandidieren"
Auch Schneefall und eisige Kälte lassen die Protestler in Kiew nicht weichen. Seit drei Wochen dauert der Machtkampf inzwischen an. Quelle: dpa
Oppositionspolitiker Vitali Klitschko bezweifelt, dass die Kiewer Regierung wieder auf einen prowestlichen Kurs einschwenkt. Den Erklärungen, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union könne vielleicht doch noch bald unterzeichnet werden, traue er nicht, machte Klitschko am Abend des 12. Dezembers in der ARD-Sendung „Beckmann“ deutlich. „Unser Präsident hat schon zigmal seit drei Jahren versprochen, das Abkommen zu unterschreiben“, stattdessen fliege er nach Moskau. Quelle: dpa
Klitschko kündigte in der ARD-Sendung auch an, bei der kommenden Präsidentenwahl in dem Land anzutreten. „Ich werde kandidieren“, sagte der Box-Weltmeister. Quelle: dpa
Als seine Visionen nannte er Reformen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und sozialen Garantien sowie die Bekämpfung der grassierenden Korruption. Quelle: dpa
Sondereinsatzkräfte bewachen das Regierungsgebäude in Kiew. Die Demonstranten weiten ihr Protestlager aus und stellten erneut auch außerhalb des zentralen Unabhängigkeitsplatzes Protestzelte auf. Dies hatten die Behörden zuletzt verboten. Quelle: dpa
Ein Blick auf eine Barrikade in der Altstadt von Kiew. Dort demonstrierten am Donnerstag (12. Dezember) erneut 20.000 Menschen für einen Westkurs der früheren Sowjetrepublik. Mehr als 5000 Demonstranten hatten trotz eisiger Temperaturen die Nacht auf dem Unabhängigkeitsplatz - dem Maidan - in Kiew verbracht. Nach dem vorläufigen Rückzug der Sicherheitskräfte verstärkten die Demonstranten ihre Barrikaden. Quelle: dpa
Protestgruppen kündigten an, dass aus dem Westen des Landes 70.000 Unterstützer anreisen wollen, um am Wochenende gegen die Regierung zu demonstrieren. Quelle: dpa

„Wir haben einen Reformplan, und es gibt nur einen Weg: vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen“, sagte der Oppositionsführer und Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko bei seinem Auftritt auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz, dem Maidan.
Per Resolution gab die Opposition die Gründung der landesweiten Organisation „Maidan“ bekannt. Dem „Maidan“-Rat gehören neben Vertretern der parlamentarischen Opposition auch die Sängerin Ruslana sowie die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko an. Ziel seien Verfassungsänderungen und ein Kurs in Richtung EU.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Die Oppositionsproteste in der Ukraine haben nach mehr als vier Wochen Dauer nun deutlich an Kraft verloren, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik Milliardenhilfen gewährt hatte. Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hatte zuvor auf Druck Russlands auf eine engere Anbindung an die EU verzichtet - und damit die Proteste ausgelöst.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%