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Schuldenkrise Zyperns Finanzminister tritt zurück

Der zyprische Finanzminister Michael Sarris ist zurückgetreten: Nach dem Abschluss der Gespräche mit den internationalen Geldgebern über ein milliardenschweres Hilfspaket für das Euro-Land sei er zurückgetreten, sagte er am Dienstag.

Michael Sarris ist nach dem Abschluss der Gespräche mit den internationalen Geldgebern über ein milliardenschweres Hilfspaket für das Euro-Land zurückgetreten. Quelle: REUTERS

Ein Regierungssprecher Zyperns teilte zudem mit, dass die erste Hilfstranche aus dem zehn Milliarden Euro schweren Rettungspaket im Mai fließen solle. Andere zyprische Medien hatten übereinstimmend auf ihren Internet-Seiten unter Berufung auf regierungsnahe Quellen berichtet, dass er abgelöst werden soll.

Der Rücktritt sei von Präsident Nikos Anastasiades angenommen worden, bestätigte Regierungssprecher Christos Stylianides dem staatlichem Rundfunk Zyperns zufolge. Als Grund nannte Sarris die Untersuchungen der neu eingesetzten Kommission, die Hintergründe der Bankenkrise unter die Lupe nimmt. Zyperns Arbeitsminister Harris Georgiades wird neuer Finanzminister des krisengeplagten Euro-Landes. Das teilte die Regierung in Nikosia am Dienstag mit. Georgiades werde am Mittwoch den Amtseid ablegen. Der 1972 geborene Abgeordnete der konservativen Regierungspartei DISY ist Wirtschaftswissenschaftler und Völkerrechtler.

Punkte des Zypern-Pakets

Bereits während der Moskau-Reise von Sarris in der vorletzten Woche hatte es Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt gegeben, schreibt die Zeitung „Politis“. Außerdem habe das Oberhaupt der einflussreichen orthodoxen Kirche, Erzbischof Crysostomos II. wiederholt den Rücktritt des Finanzministers gefordert.

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