Sparmaßnahmen Athen schafft Behörden ab

In Griechenland bewegt sich etwas. Nach der Kritik an Röslers und Samaras Bekundungen, Griechenland werde schon noch sparen, macht die Regierung in Athen jetzt Ernst und schließt 213 Behörden.

Griechenland zu verkaufen
Airbus A340Der Verkauf von vier Flugzeugen des Typs Airbus A340 neues Geld in die leere griechische Staatskasse spülen. Griechenlands Premierminister Samaras erwartet, dass die Flieger der früheren Staatsairline Olympic Airways für jeweils 32,9 Millionen Euro veräußert werden können. Quelle: REUTERS
Öffentliche Telefonanlage in Athen
Lokomotive der griechischen Eisenbahngesellschaft OSE Quelle: dpa
Glücksspiel Quelle: OPAP
Akropolis in Athen
Griechische Euromünzen
GrundstückeAuf den Inseln Korfu und Rhodos will die griechische Regierung riesige Grundstücke am Meer verkaufen. Beim Ort Afantou auf Rhodos sind es 1,9 Millionen Quadratmeter und bei Kassiopi auf Korfu sind es 490.000 Quadratmeter. Quelle: gms
Hafen in Griechenland
Flughafen in Athen
Griechische Soldaten transportieren eine Rakete
Hahn zu einer Gaspipeline
Männer verteilen auf einer griechischen Straße Flugzettel

Nachdem Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) am Sonntag gesagt hatte, für ihn habe der Euro-Austritt Griechenlands den Schrecken verloren, schäumten die Griechen. Ministerpräsident Antonis Samaras warf Politikern wie Rösler vor, die griechischen Sparbemühungen zu untergraben. Dabei werde man die Vereinbarungen erfüllen, man brauche bloß mehr Zeit.

Wozu Griechenland sich verpflichtet hat

Wenige Stunden nach dieser Aussage macht Samaras anscheinend Nägel mit Köpfen: Wie das Finanzministerium in Athen am Dienstagabend mitteilte, werden insgesamt 213 Behörden abgeschafft oder sie müssen mit anderen fusionieren.

Wie Athens Regierung die Sparauflagen frisieren will

Damit sollen jährlich rund 40 Millionen Euro gespart werden. Insgesamt werden 5256 Stellen abgeschafft. Die Staatsbediensteten sollen entweder in Rente gehen oder in andere staatliche Behörden versetzt werden, hieß es.

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Viele dieser Behörden hatten praktisch keinen richtigen Wirkungsbereich, wie beispielsweise die Behörde für Technologieforschung der mittelgriechischen Region Thessalien. Oder auch die Organisation der Zentralmärkte und Fischerei sowie 65 verschiedene Jugendschutzbehörden, die nun fusionieren sollen, berichtete die griechische Presse weiter. Viele dieser Behörden seien in den vergangenen Jahrzehnten nur dazu da gewesen, dass Parteifreunde einen Arbeitsplatz finden. Ministerpräsident Antonis Samaras hatte am Dienstag angekündigt, seine Regierung werde den Staat trotz Widerstandes verschlanken. Zurzeit prüfen die Kontrolleure der internationalen Geldgeber die Umsetzung der Spar- und Reformauflagen in Athen.

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