SPD fürchtet neuen Schuldenschnitt Griechenlandkrise gefährdet deutschen Haushalt

Die SPD erwartet wegen der Schuldenkrise Griechenlands weitere Belastungen für die deutschen Steuerzahler. Ein weiterer Schuldenerlass wäre mit unmittelbaren Verlusten für den Bundeshaushalt verbunden.

Die internationale Geldgeber-Troika und die Regierung in Athen haben auch am Sonntag über die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Hilfskredite verhandelt. Quelle: dpa

Die Schuldenkrise in Griechenland könnte bald auch Deutschland treffen: Die SPD fürchtet, dass die deutschen Steuerzahler bei einem Schuldenerlass für die Griechen geradestehen müssen. Der deutsche Haushalt wäre gefährdet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". „Dieses Mal werden es aber keine neuen Kredite sein, sondern ein Schuldenerlass mit unmittelbaren Verlusten für den Bundeshaushalt“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, dem Magazin.

Griechenlands Baustellen 2013

Weitere Belastungen resultierten aus den Abschreibungen für die Kredite des ersten Griechenland-Programms mit einem deutschen Anteil von mehr als 15 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) müsse anlässlich seines Griechenland-Besuches „auch den Wählern zu Hause reinen Wein einschenken“.

Seit drei Jahren hält Griechenland die Euro-Zone nun in Atem. Notkredite in Höhe von 110 Milliarden Euro sind bereits gezahlt worden.

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Zudem verzichteten Privatgläubiger mittels eines Schuldenschnitts auf rund 107 Milliarden Euro ihrer Forderungen. Die Hilfen reichen aber nicht aus, deshalb wurde ein zweites Hilfspaket geschnürt.

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