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Standard & Poor's Deutschland festigt Spitzenrating

Standard & Poor’s lobt die deutsche Wirtschaft und glaubt, dass Deutschland auch externe Schocks überstehen könnte. Die einzige Gefahr lauere durch die Rettungskredite an die Südeuropäer.

Drei Buchstaben «A» stehen für die Bestnote für die Kreditwürdigkeit Deutschlands. Quelle: dpa

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat für Deutschlands Kreditwürdigkeit wie erwartet die Bestnote „AAA“ bestätigt. Der Ausblick für die Bundesrepublik sei stabil, wie die US-Agentur am Freitag mitteilte.

Die Ratings für Deutschland beruhen auf einer modernen, vielschichtigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft, und auf einer umsichtigen Fiskalpolitk sowie Haushaltsdisziplin“, hieß es in einer Erklärung am Freitag. Man sei zuversichtlich, dass Deutschland in den kommenden Jahren ausgeglichene Haushalte, ja gar teils positive Budgets vorlege. Die Schuldenlast dürfte so auf etwa 71 Prozent des BIP im Jahre 2016 sinken, prognostiziert S&P. „Darüber hinaus hat die deutsche Wirtschaft gezeigt, dass sie große ökonomische und finanzielle Schocks verkraften kann.“

Diese Regionen haben die höchste Wirtschaftskraft
Focus Money hat verschiedene Regionen in Deutschland unter die Lupe genommen und auf ihre Wirtschaftskraft hin untersucht. Mehr als 400 Gemeinden und Landkreise wurden anhand der Faktoren Arbeitslosenquote, Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen, Haushaltseinkommen, Bevölkerungswachstum, Veränderung der Erwerbstätigenzahl und Investitionen im verarbeitenden Gewerbe analysiert. Quelle: dpa
Platz zehn: Kreis Donau-RiesFacharbeiter bauen bei eurocopter in Donauwörth im Kreis Donau-Ries Hubschrauber vom Typ EC 145 in Serie. Arbeitgeber wie die deutsch-französische Firma EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) sorgen für den wirtschaftlichen Boom in der Region. Im Ranking nicht berücksichtigt sind die Landkreise und kreisfreien Städte Dingolfing-Landau, Frankfurt/Oder, Garmisch-Partenkirchen, Gifhorn, Helmstedt, Landau in der Pfalz, Landshut, Miesbach, Neustadt an der Weinstraße, Potsdam, Regen, Straubing-Bogen, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Für sie lagen keine Angaben zu den Investitionen vor. Quelle: ZBSP
Platz neun: HohenlohekreisBaden-Württemberg ist das Bundesland, dessen Regionen die besten durchschnittlichen Platzierungen aufweist. Der Hohenlohekreis, in dem beispielsweise die Firma Würth (Künzelsau) ansässig ist, hat es im Ranking der wirtschaftsstarken Regionen auf Platz neun geschafft. Quelle: dpa
Platz acht: Kreis Ebersberg Insgesamt haben es 19 bayerische Kreise und kreisfreie Städte unter die Top 30 im Ranking geschafft. Einer davon ist der Kreis Ebersberg in Oberbayern. Mit 549,3 Quadratkilometern gehört Ebersberg zwar zu den kleineren Landkreisen in Deutschland, dafür ist die Bevölkerungsdicht vergleichsweise hoch: Rund 131.000 Menschen leben dort. Quelle: dpa
Platz sieben: Regensburg (Stadt)Beim WirtschaftsWoche-Städteranking zusammen mit ImmobilienScout24 lebt es sich in den mittelgroßen Städten wie Regensburg am Besten. Und auch wirtschaftlich hat die Stadt in Ostbayern die Nase vorn. So erreicht Regensburg die dritthöchste Arbeitsplatzdichte in Deutschland. Quelle: dpa
Platz sechs: Augsburg Augsburg (Schwaben) ist mit rund 270.000 Einwohnern nach München und Nürnberg die drittgrößte Stadt in Bayern. Augsburg ist außerdem Sitz beziehungsweise Heimat vieler Unternehmen wie MAN, Osram, AEROTEC, Fujitsu Technology Solutions, Siemens, KUKA oder die Fürst Fugger Privatbank. Im Ranking der wirtschaftsstärksten Kreise bringt es Augsburg dadurch auf Platz sechs. Quelle: dpa
Platz fünf: TuttlingenDer baden-württembergische Landkreis Tuttlingen ist die Heimat vieler Traditionsunternehmen wie der Firma Hohner, die seit 150 Jahren Mundharmonikas fertigt. Außerdem sind zahlreiche Unternehmen im Bereich Medizintechnik dort ansässig. Dementsprechend gut steht der Landkreis wirtschaftlich da. Sowohl Arbeitslosigkeit als auch Jugendarbeitslosigkeit sind sehr gering. Tuttlingen ist deutschlandweit der Landkreis mit der höchsten Arbeitsplatzdichte. Quelle: dpa

So ein Schock wäre etwa die Zahlungsunfähigkeit der südeuropäischen Pleiteländer, die Kredite aus den Rettungsschirmen beziehen. Deutschland haftet für bis zu 235 Milliarden Euro für mögliche Hilfskredite. Der Verlust dieses Geldes – der Schuldenberg würde dann sofort um neun Prozent anwachsen – ist aber ein „worst-case“-Szenario, wie auch die Ratingagentur sagt. Schließlich sei längst nicht all das Geld aus den Rettungsfonds verliehen und zudem sei es unwahrscheinlich, „dass gleich alle Schuldner zahlungsunfähig werden und sich nicht erholen“, so die US-Amerikaner.

Bei Zahlungsschwierigkeiten der Hilfeempfänger dürfte das Rating also zur Disposition stehen – sei aber nicht zwangsläufig in Gefahr, das Deutschland auch „eine höhere Schuldenlast tragen könnte“, ist sich S&P sicher.

Insgesamt beurteilt die Agentur Deutschlands Euro-Zugehörigkeit als positiv. Zwar habe das Land an „geldpolitischer Flexibilität“ verloren – in der Tat bestimmt ja nun die EZB über die Höhe des Leitzinses oder über Anleihekäufe und nicht die Bundesbank  in Eigenregie – allerdings profitiere die Bundesrepublik vom Status des Euro als „Reservewährung“. In vielen Ländern werde der Euro als Devisenreserve gehalten. Zudem sei das Vertrauen in die Europäische Zentralbank hoch.   

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Die EU hatte 2013 schärfere Regeln für Ratingagenturen beschlossen. Vorgeschrieben ist nun auch, dass die Termine für die Länderratings bereits im Voraus genannt werden - und zwar stets an Freitagen. Deutschland gilt bei vielen Anlegern als sicherer Hafen. Die anderen Ratingagenturen beurteilen die Kreditwürdigkeit des Euro-Schwergewichts ebenfalls mit Topnoten.

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