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Ukraine-Hilfspaket IWF bewilligt 17,5 Milliarden Dollar für Kiew

Die Wirtschaft der Ukraine liegt am Boden, finanziell ist das Land ausgeblutet. Nun schießt der IWF Milliarden nach - und lobt den Reformwillen in Kiew.

Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF) an dessen Hauptsitz in Washington Quelle: dpa

Die finanziell schwer angeschlagene Ukraine soll 17,5 Milliarden Dollar vom Internationalen Währungsfonds bekommen. Die Entscheidung verkündete IWF-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch. Das Programm ist auf vier Jahre angelegt, die Summe entspricht rund 16,6 Milliarden Euro. Schon in den nächsten Tagen erwartet die Ukraine die ersten fünf Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro), wie die ukrainische Finanzministerin Natalie Jaresko am Mittwoch sagte.

Bedingung für die Kredite sind Strukturreformen und eine Kürzung der staatlichen Ausgaben. Am Dienstag hatte Präsident Petro Poroschenko drastische Sparprogramme und eine Steuerreform gebilligt. Am Mittwoch sagte er: „Das erfüllt vollständig den ukrainischen Teil der Vereinbarungen in einem Memorandum mit dem IWF.“

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Lagarde lobte den Reformwillen der Ukraine. „Sie haben unter sehr schwierigen Umständen Haushaltsdisziplin gewahrt, haben eine Angleichung der Wechselkurse zugelassen und die Verbraucherpreise für Gas erhöht“, sagte die IWF-Chefin.

Das Weiße Haus in Washington begrüßte die IWF-Entscheidung. „Die Vereinigten Staaten arbeiten mit den internationalen Partnern zusammen, um der Ukraine die finanzielle Unterstützung bereitzustellen, die sie benötigt, um weiterhin Schritte zu unternehmen, die die ukrainische Wirtschaft umformen und ihre Demokratie stärken werden“, erklärte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest.

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Die ukrainische Wirtschaft ist wegen Korruption und überbordender Bürokratie am Boden, zudem leidet sie unter den Folgen des Kriegs im Osten des Landes. Jaresko hatte kürzlich in einem AP-Interview gesagt, der Konflikt habe etwa 20 Prozent der ukrainischen Wirtschaft gekostet.

Poroschenko sagte, eine positive Entscheidung des IWF werde den Weg zu weiterer wirtschaftlicher Unterstützung unter anderem von der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ebnen. Die Ukraine hat bereits rund zwei Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) als Kredit von den USA und 1,8 Milliarden Euro als Wirtschaftshilfe von der EU bekommen.

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