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Ukraine EU droht Russland in Krim-Krise mit Sanktionen

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Unsichere Lage hemmt den Aktienmarkt

Auch die Finanzmärkte sich durch die Krim-Krise in Aufruhr. Quelle: REUTERS

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Ukraine hat den Dax am Mittwoch weiter fest im Griff. Der Frankfurter Leitindex sank am späten Vormittag um 0,3 Prozent auf 9565 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3131 Zähler. Am Vortag hatte noch die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Krim-Krise die Aktienkurse weltweit kräftig angetrieben. "Die Märkte sind weiter sehr anfällig für größere Kursverluste, sollte die Lage in der Ukraine eskalieren", sagte Marktstrategin Brenda Kelly von IG Markets.

Kurzzeitig hatten überraschend starke Konjunkturdaten die Indizes ins Plus drehen lassen. Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone wuchsen im Februar so kräftig wie seit fast drei Jahren nicht mehr. "Insgesamt untermauern die Einkaufsmanager-Indizes das grundsätzlich positive Wachstumsszenario in der Eurozone", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine

Adidas-Aktien rutschten nach Vorlage der Zahlen um bis zu 3,5 Prozent ab. Der Sportartikel-Hersteller blieb trotz eines Rekordgewinns im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurück. Adidas macht sich wegen der Krim-Krise Sorgen über sein Geschäft in Russland und der Ukraine. "Wenn der Konflikt andauert, wird das die Verbraucher nervöser machen", sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz. "In den ersten beiden Monaten haben wir keinen negativen Einfluss auf unser Geschäft gestehen." Zu schaffen macht Adidas allerdings der Wertverlust des russischen Rubels - dieser Trend hatte sich im Zuge des Konflikts seit Jahresbeginn beschleunigt. Russland ist eines der wichtigsten Länder für den deutschen Sportausrüster, der dort bereits seit Jahrzehnten als Marktführer verankert ist.

Europa



Einige Analystenkommentare bewegten die Kurse der entsprechenden Unternehmen. So sank der Kurs des Dialysekonzerns FMC um bis zu zwei Prozent, nachdem die Experten von Berenberg den Titel zum Kauf empfohlen hatten. Salzgitter profitierten von einer positiven Studie der Citigroup. Die Aktien des Stahlkochers setzten sich mit plus 3,9 Prozent an die MDax-Spitze.

Im TecDax schossen Kontron zeitweise um mehr als acht Prozent nach oben und machten damit ihren Kursverlust der vergangenen Tage wett. Die Aktien des Kleincomputerbauers hatten zu Wochenbeginn stärker verloren als alle anderen Werte im TecDax.

Am Devisenmarkt gab es hingegen kaum Bewegung: Der Euro lag bei 1,3732 Dollar nach 1,3742 Dollar in New York am Vorabend. Am Rentenmarkt fiel der Bund-Future um 23 Ticks auf 144,53 Zähler.

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