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Umstrittenes Atomkraftwerk Frankreich schaltet AKW Fessenheim 2020 ab

AKW Fessenheim wird 2020 abgeschaltet Quelle: dpa

Lange wurde bereits um das umstrittene Atomkraftwerk in der französischen Stadt Fessenheim gestritten. Nun hat sich Präsident Macron entschieden, dieses Kraftwerk 2020 vom Netz zu nehmen. Aber dafür kein weiteres AKW.

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Das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass unweit der Grenze zu Deutschland soll im Sommer 2020 endgültig geschlossen werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will jedoch in seiner bis 2022 laufenden Amtszeit außer dem Altmeiler Fessenheim im Elsass keine weiteren Atomkraftwerke schließen.

Zugleich stellte er am in einer mit Spannung erwarteten Grundsatzrede mittelfristig eine Verringerung der Abhängigkeit des Landes von der Kernenergie in Aussicht: „Ich wurde nicht mit dem Wahlversprechen zum Präsidenten, aus der Atomkraft auszusteigen, sondern deren Anteil am Energiemix auf 50 Prozent zu drücken.“ Dieses Ziel soll bis 2035 erreicht sein. Derzeit liegt der Anteil von Atomstrom noch bei 75 Prozent.

Insgesamt 14 der derzeit 58 vom staatlichen Versorger EDF betriebenen Atomreaktoren werden den Regierungsplänen zufolge voraussichtlich bis 2035 vom Netz gehen. Einem Insider aus dem Umfeld des Präsidialamtes zufolge ist der französische Staat an einem Ausbau seines Anteils an dem Energieversorger interessiert, der seine Konzernstruktur jedoch verändern soll. Industriekreise gehen davon aus, dass es auf eine Abspaltung der Nuklearsparte von EDF hinauslaufen könnte. Diese würde dann zu 100 Prozent vom Staat kontrolliert. Der Staatsanteil an EDF liegt derzeit bei 83,7 Prozent.

Das Aus für Fessenheim, Frankreichs ältestes Atomkraftwerk, ist beschlossene Sache. Die beiden Reaktoren sollen laut Macron im Sommer 2020 abgeschaltet werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat mehrfach vor einer Gefahr durch abgebrannte Brennelemente in französischen und belgischen Atomkraftwerken gewarnt. Atomkraftwerke wie Fessenheim in Frankreich und Tihange in Belgien haben wegen ihre Nähe zu Deutschland auch hierzulande Sorgen vor Atomunfällen genährt.

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