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Verhandlung um Reformen Brüssel macht Druck in Athen

Griechenland und die Troika verhandeln unter Hochdruck über Reformschritte. In vier Tagen müssen die Geldgeber-Kontrolleure grünes Licht geben - sonst bekommt Athen kein frisches Geld.

Griechenlands Finanzminister Stournaras unterhält sich mit anderen Offiziellen bei einem Treffen in Athen. Quelle: AP

Das Tauziehen um die verlangten Reformfortschritte von Griechenland dauert an. Das Finanzministerium in Athen zeigte sich am Donnerstag optimistisch: „Wir sind zuversichtlich. Bis Ende der Woche werden wir es schaffen“, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. Brüssel übt starken Druck auf Athen aus. Sollte es bis zum Treffen der Eurogruppe am 8. Juli kein grünes Licht seitens der Geldgeber-Kontrolleure geben, könnte Athen in den nächsten drei Monaten kein Geld sehen.

Es geht um die Auszahlung einer weiteren Kredittranche von 8,1 Milliarden Euro bis Ende Juli. Im besten Fall könnte diese Summe in Raten nach Teilkontrollen ausgezahlt werden, hieß es von Beobachtern. Athen kann jedoch bis zum Herbst über die Runden kommen. Die Kassen sind nicht völlig leer und notfalls könnte ein Kredit mit wenigen Monaten Laufzeit aufgenommen werden.

Im Mittelpunkt der Verhandlungen mit der Geldgeber-Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) steht weiter ein vom neuen griechischen Minister für Verwaltungsreform Kyriakos Mitsotakis geforderter Aufschub der sogenannten Mobilitätsreserve. In diese sollen insgesamt 12.500 Angestellte bei um 25 Prozent reduzierten Bezügen geschickt werden. Mitsotakis plant nach Informationen griechischer Medien im September dafür in den „großen Pool“ der Volksschul- und Gymnasiallehrer zu greifen und eine entsprechende Zahl von Staatsbediensteten in dieses Vorzimmer einer Entlassung zu schicken.

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