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Volker Wieland "Unsere Ratschläge fließen in die Politik ein"

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Uneinigkeit als Tradition

Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Schwächt sich der Rat nicht selbst, wenn deutlich wird, dass sich seine Mitglieder nicht immer einig sind?

Die Mitglieder des Rats werden im Lauf der Zeit neu besetzt, sodass unterschiedliche ökonomische Strömungen vertreten sind. Es hat deshalb Tradition, dass es innerhalb des Rates abweichende Meinungen gibt, die auch explizit im Gutachten geäußert werden können. Dennoch ist er sich in vielen Punkten einig.

Derzeit ist es so, dass der Rat einmal im Jahr ein dickes Gutachten vorstellt und dann abtaucht. Wäre es nicht besser, die Weisen würden sich öfter zu Wort melden, um stärker wahrgenommen zu werden?

Es wäre sicher keine gute Idee, wenn der Sachverständigenrat vier Gutachten im Jahr schreiben würde. Das eine ist schon sehr viel Arbeit. Doch man könnte verschiedene Aspekte über das Jahr verstreut über verschiedene Kanäle kommunizieren. Denn das, was die Medien aufgreifen, zeigt mehr Wirkung in der politischen Diskussion. Auch im aktuellen Gutachten steckt noch sehr viel Wertvolles, was noch unbedingt in den Medien aufgegriffen werden sollte.

Marode Staatshaushalte und Krisenbanken
frau auf einem Balkon mit portugiesischer Flagge Quelle: dapd
SpanienNotleidende Kredite: 10,7 Prozent der Gesamtkredite (Stand: September 2012) Sparer ziehen Einlagen ab, marode Immobilien bringen die Banken ins Wanken Quelle: dpa
Bank of Ireland Quelle: dpa
Bank Societé Générale Quelle: REUTERS
Gebäude der Dexia-Bank Quelle: dpa
Eine niederländische Flagge und Gebäude der ING Quelle: dapd
Rettungsring und Banken Quelle: AP

Zum Beispiel?

Gerade die konkreten Vorschläge zur Bankenunion wurden bei der Vorstellung des Gutachtens von der Presse nicht intensiv diskutiert. Zum Beispiel hat der Rat ein Konzept für eine mehrjährige Übergangsphase, in der sich Banken für die Bankenunion qualifizieren können, vorgelegt. Damit will er sicherstellen, dass Verluste aufgrund mangelnder Aufsicht in der Vergangenheit nicht einfach an die Steuerzahler anderer Länder weitergegeben werden. In der Übergangsphase können Banken auch zwangsweise restrukturiert werden unter Einbeziehung der Gläubiger.

In Arbeit
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Sie meinen also, der Rat müsste eine wesentlich aktivere Medienarbeit betreiben?

Die einzelnen Ratsmitglieder nehmen durchaus häufig in den Medien Stellung. Als Außenstehender hatte ich den Eindruck, dass sie in letzter Zeit auch mehr als früher gemeinsame Stellungnahmen in Umlauf bringen. Das finde ich gut.

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