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Wirtschaftsausblick Frankreichs Minister träumen sich die Zukunft schön

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Leichte Entspannung in der Wirtschaft

Was die Deutschen mit Frankreich verbinden
Was die Deutschen mit den Franzosen verbindenAm 22. Januar jährt sich der Elysee-Vertrag zum 50. Mal. Aus diesem Anlass hat die Deutsche Botschaft am Montag in Paris das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vorgestellt. Die Frage lautete: Welches Bild haben die Franzosen von den Deutschen und umgekehrt? Ein kurzer Überblick, über die Begriffe, mit denen die Deutschen den französischen Nachbarn identifizieren. Quelle: dpa
Wir Deutschen erinnern uns gerne an die Dinge, die in der langen Beziehung mit Frankreich über den Rhein zu uns kamen: Vor allem an die französische Küche. Egal ob Käse, Austern (im Bild) oder Coq au Vin - La cuisine francaise zählt zu den Begriffen, die am häufigsten bei der Umfrage genannt wurden. Quelle: REUTERS
Die Baguette wurde bei 27 Prozent der Befragten am häufigsten genannt.
Auch an Wein denken die Deutschen besonders häufig, nämlich 32 Prozent der Befragten. Nicht verwunderlich: Weine aus Frankreich dominieren den Weltmarkt. Im Bild: Eine Degustation in Beaune, im Weingebiet Burgund. Quelle: REUTERS
Auch oft genannt: Der Eiffelturm, das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. 37 Prozent der Befragten dachten spontan als erstes an dieses Monument aus Stahl und Schrauben, das im 19. Jahrhundert gebaut wurde. La Tour Eiffel zählt zu den größten Touristenmagneten der Stadt. Quelle: Reuters
Auf dem ersten Platz: Die Hauptstadt Paris, die bei 56 Prozent der Befragten als erstes genannt wird. Das wirtschaftliche und politische Zentrum Frankreichs verbindet wie wenige Hauptstädte auf der Welt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Landes. Der Arc de Triomphe und das Büroviertel La Défense (beides im Bild) sind ein gutes Beispiel dafür. Quelle: REUTERS

In einer Online-Umfrage der Tageszeitung "Le Figaro" hielten 81 Prozent der Teilnehmer die Beiträge der Minister für "nicht sachdienlich". Sie wollen wissen, was die Regierung unternehmen wird, um die aktuellen Probleme anzupacken: "Und 2014, was ist da geplant? 2025 ist weit", kritisiert Leser Fabien L. auf der Internetseite der Zeitschrift "Le Point", die als erste Details aus "Frankreich 2025" veröffentlichte. "Hollande zieht es vor, sich Politik-Fiktion für 2025 auszumalen, als in der Gegenwart mutig zu reformieren und zu modernisieren", schimpft ein anderer.

Zwar zeichnet sich ein wenig Entspannung ab. Im zweiten Quartal hat die französische Wirtschaft deutlich stärker angezogen als erwartet. Nach zwei Quartalen mit Minuswachstum legte das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni um 0,5 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt Insee Mitte August in einer ersten Schätzung verkündete. Das wäre das stärkste Wachstum seit dem ersten Quartal 2011. Der Privatkonsum stieg demnach erneut an, der Rückgang der Investitionstätigkeit verlangsamte sich, die Exporte verzeichneten ein Plus von zwei Prozent. "Diese Zahlen bestätigen uns in unserer Strategie", jubelte Premierminister Jean-Marc Ayrault.

In Arbeit
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Gleichzeitig wurden in Frankeich aber erneut beinahe 28.000 Arbeitsplätze vernichtet, davon allein in der Industrie 12.900 und 7.100 in der Bauwirtschaft. Ende Juli meldete das Arbeitsministerium knapp 3,28 Millionen Arbeitslose. Laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist die Erwerbslosenquote in Frankreich mit 10,9 Prozent nun mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland mit 5,3 Prozent.

Dass Präsident Hollande sein Versprechen einhalten kann, den Trend bis zum Jahresende umzukehren, halten Experten für aussichtslos. Und bereits ab nächster Woche droht ein weiterer Konflikt, wenn die Regierung ihr Konzept für eine Rentenreform vorstellen will. Gute Noten für die Minister-Schüler sind vorerst nicht zu erwarten.

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