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Wolfson-Preis Leben ohne Euro

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Wird der "Euro" zum "Nordo"?

10 Gründe gegen den Euro
Das Portemonnaie ist schwerer geworden Quelle: dapd
Lieb gewonnene Sprichwörter sind nicht mehr gültig Quelle: AP
Eine Sammlung der im Dezember 2010 erhältlichen Ein-Euro Münzen der 17 Eurostaaten Quelle: dpa
Unser Vermögen wurde halbiert Quelle: dpa/dpaweb
Den politischen Talkshows gehen die Themen aus Quelle: REUTERS
Die Deutschen zahlen noch mit der Mark Quelle: AP
Keiner hat uns mehr lieb Quelle: dpa

Anfang der folgenden Woche könnten Banken und Börsen wieder öffnen. Zuvor seien alle Gehälter und Preise im Verhältnis 1:1 von Euro auf Drachme umzustellen. Weil es wegen der Geheimhaltung schwer sei, im Vorfeld ausreichend Noten und Münzen der neuen Währung herzustellen, müssten die alten Euro-Noten und -Münzen für alle Barzahlungen für einen Übergangszeitraum von bis zu sechs Monaten weiter verwendet werden. Der Außenwert der neuen Währung gegenüber Euro, Dollar und Co müsse frei schwanken. Bootle rechnet damit, dass die neue Währung um 30 bis 50 Prozent abwertet.„Das ist erforderlich, damit das Land wieder wettbewerbsfähig wird.“

Zwar verteuert die Abwertung die Importe, die Inflation dürfte daher in den beiden Folgejahren um je fünf Prozent höher ausfallen, schätzt Bootle. Die Erfahrung anderer Länder nach kräftigen Abwertungen zeige jedoch, dass der Preisschub vorübergehend sei. Entscheidend ist für Bootle, dass die Schulden der Krisenländer im Gefolge des Euro-Austritts sinken. Daher sollten die Regierungen alle nach inländischem Recht begebenen Anleihen auf die neue nationale Währung umstellen und mit den Gläubigern einen Forderungsverzicht aushandeln, der die Staatsschulden auf rund 60 Prozent des BIP drückt.

Heimische Banken, die in Bedrängnis geraten, müssen von der Zentralbank rekapitalisiert werden. Internationale Verträge auf Euro-Basis, die auf ausländischem Recht beruhen, sollten hingegen auf einen Währungskorb umgestellt werden. Dieser könne sich am ECU orientieren, dem Vorläufer des Euro. Der ECU war ein Währungskorb, der die nach ihrer Bedeutung gewichteten nationalen Währungen der späteren Euro-Länder umfasste.

Neue Nordwährung?

In Arbeit
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Bootle geht davon aus, dass innerhalb von zwei Jahren nach einer kurzen tiefen Talfahrt ein Aufschwung erfolgt. Das allerdings könnte zu einer weitergehenden Erosion der Euro-Zone führen. Erlebt ein Land wie Griechenland nach dem Austritt ein Revival, dürfte auch bei Portugiesen, Spaniern und Italienern der Wunsch nach einem Leben ohne Euro aufkommen. Bootle hält es für möglich, dass der Euro mittelfristig zum „Nordo“ schrumpft – mit Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Österreich und Belgien.

„Diese Länder kommen dem Ideal eines optimalen Währungsraums am nächsten“, sagt Bootle. Und Frankreich? Aus politischen Gründen werde das Land versuchen, am Nordo teilzunehmen. Wirtschaftlich tue es sich damit wegen seiner geringen Wettbewerbsfähigkeit aber keinen Gefallen. „Frankreich“, so Bootle, „sollte seine Zukunft im Süden suchen. “

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