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Yanis Varoufakis "Griechenland wird Verpflichtungen erfüllen"

Griechenland wird seine finanziellen Verpflichtungen nach Worten von Finanzminister Yanis Varoufakis gegenüber seinen Gläubigern erfüllen. Dies gelte für den Internationalen Währungsfonds (IWF) wie für andere Gläubiger.

Diese Akteure entscheiden den Griechenland-Poker
Wolfgang Schäuble Quelle: dpa
Giannis Varoufakis Quelle: dpa
Mario Draghi Quelle: dpa
Christine Lagarde Quelle: dpa
Jean-Claude Juncker Quelle: dpa

Griechenland sichert seinen Gläubigern zu, allen Verpflichtungen im März nachzukommen. "Wir sind zuversichtlich, dass alle Rückzahlungen in Gänze gemacht werden, besonders an den IWF", sagte Finanzminister Yanis Varoufakis am Montagabend in einem TV-Interview. Der Internationale Währungsfonds (IWF), der zu den wichtigsten Geldgebern des Krisenlandes gehört, soll im März 1,5 Milliarden Euro aus einem Kredit zurückbekommen.

Griechenland hat zwar gerade von seinen Gläubigern erneut mehr Zeit erhalten. Dem Staat droht aber die Pleite, weil die Möglichkeiten, an neues Geld zu kommen, begrenzt sind.

Weitere Stationen im griechischen Schuldendrama

Varoufakis will nach seinen Worten der Eurogruppe am 9. März eine Liste mit insgesamt sechs von Athen ausgearbeiteten Reformen und Maßnahmen präsentieren. Damit könnten erste Entscheidungen noch vor Ablauf der viermonatigen Frist getroffen werden, die Griechenland von seinen Geldgebern erhalten habe, hieß es in Athen, ohne dass Einzelheiten genannt wurden.

Athen hofft dem Vernehmen nach, dass durch die Vorlage der Maßnahmenliste die Auszahlung von Teilen noch ausstehender Finanzhilfen ermöglicht wird.

Griechenlands Schwächen

Griechenland hatte sich mit den Euro-Partnern Ende Februar kurz vor Ablauf der Frist auf eine viermonatige Verlängerung des Hilfsprogramms für das hoch verschulde Euroland verständigt. Die blockierten Gelder werden nach den Vereinbarungen erst ausgezahlt, wenn Athen das aktuelle Hilfsprogramm abgeschlossen hat.

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Viele Experten befürchten, dass Griechenland spätestens im Sommer ein drittes Hilfsprogramm benötigt. Die Rede ist von bis zu 50 Milliarden Euro. Führende EU-Politiker wiesen dies aber am Montag zurück, obwohl der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos von solchen Überlegungen berichtet hatte.

Griechenland ist seit 2010 vom Kapitalmarkt abgeschnitten und wird seitdem von den Euro-Partnern und dem IWF mit 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt.

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