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Zahlreiche Tote in der Ukraine Timoschenko: Keine Verhandlungen mit Janukowitsch mehr

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Merkel kritisiert Janukowitsch scharf

Janukowitsch dürfe nicht zulassen, dass die Opposition über ihn wie über einen

++ 14:40 Uhr

Der Bürgermeister von Kiew, Volodimir Makijenko, ist aus der Partei von Präsident Viktor Janukowitsch ausgetreten. Seinen Schritt begründete er mit Kritik am Kurs Janukowitschs, der ihn ins Amt gehoben hatte. "Die heutigen Ereignisse in den Straßen der Ukraine sind eine Tragödie für das gesamte Volk", sagte Makijenko. Menschenleben seien das höchste Gut. Dieses Prinzip dürfe nicht ausgehebelt werden.


++ 14.06 Uhr
Die britische Regierung hat den ukrainischen Botschafter in London, Wladimir Khandogiy, einbestellt. Großbritanniens Europaminister David Liddington habe bei dem Treffen „extreme Besorgnis“ zum Ausdruck gebracht, angesichts der Berichte weiterer Todesfälle. Liddington habe deutlich gemacht, dass das Eingreifen gegen friedliche Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz nicht akzeptabel ist.

++ 13.52 Uhr
Kanzlerin Angela Merkel hat Janukowitsch "dringend" aufgerufen, eine Regierungsneubildung und eine Verfassungsänderung zuzulassen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Merkel habe bei einem Telefonat mit Janukowitsch die jüngste Eskalation scharf kritisiert und ihm die Hauptverantwortung dafür gegeben. Nur Gespräche mit schnellen, greifbaren Ergebnissen bei Regierungsbildung und Verfassungsreform böten die Chance zu einer nachhaltigen Lösung des Konflikts. "Jedes Spiel auf Zeit werde den Konflikt weiter anheizen und berge unabsehbare Risiken", habe Merkel deutlich gemacht.

++ 13.37 Uhr
Die russische Regierung drängt den ukrainischen Präsidenten, die Ordnung in seinem Land wiederherzustellen. Die weitere Zusammenarbeit mit der Ukraine machte Regierungschef Dmitri Medwedew von der Rechtmäßigkeit der Führung in Kiew abhängig. Für eine vollwertige Partnerschaft sei es notwendig, dass die ukrainischen Machthaber legitim seien und „nicht als Lappen zum Schuhputzen“ benutzt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Führung sich darauf konzentrieren sollte, die Menschen zu schützen“, sagte Medwedew.

++ 13.17 Uhr
In einer dramatischen Ansprache hat der Chef der Kiewer Stadtverwaltung von Janukowitsch ein Ende des Blutvergießens gefordert. „Menschliches Leben muss der höchste Wert im Staat sein“, sagte Wladimir Makejenko. Dabei verkündete er seinen Austritt aus der regierenden Partei der Regionen. Die Parlamentsabgeordneten forderte er auf, sich als lebende Schutzschilde zwischen die Fronten zu stellen. „Keine Macht ist das Leben von Menschen wert, kein Oligarch ist gestorben, nicht ein Politiker“, betonte der Politiker.

Ein Demonstrant hält eine Patrone in die Kamera. Es geht Angst vor Scharfschützen um, die gezielt auf Regierungsgegner schießen sollen. Quelle: REUTERS

++ 12.12 Uhr
Vitali Klitschko wirft der Regierung einen Angriff auf das eigene Volk vor. „Die Regierung hat vor den Augen der gesamten Welt zu blutigen Provokationen gegriffen“, hieß es in einer Mitteilung. „Bewaffnete Verbrecher wurden auf die Straßen gelassen, um Menschen zu verprügeln.“ Der Ex-Boxweltmeister forderte eine Sondersitzung des Parlaments. Zudem müsse Präsident Viktor Janukowitsch umgehende Neuwahlen ausrufen. „Das ist jetzt der einzige Ausweg, die Gewalt zu stoppen“, betonte Klitschko.

++ 11.54 Uhr
Gerüchte über Scharfschützen, die gezielt Regierungsgegner töten, erhalten neues Futter: Der Arzt Dmitri Kaschin sagte der Agentur Interfax, er habe 13 Leichen auf dem Maidan gesehen, die alle "mit einer einzigen Kugel erschossen" worden seien. Auch die renommierte Medizin-Professorin Olga Bogomolez betonte, offenbar seien Scharfschützen auf der Jagd nach Regierungsgegnern.

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