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ZEW Stark getrübte Konjunkturerwartungen

Das Barometer für ihre Konjunkturerwartungen ist eingebrochen. Die Börsenprofis schauen mit wachsender Sorge auf die deutsche Wirtschaft.

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Die Börsenprofis schauen mit wachsender Sorge auf die deutsche Wirtschaft. Quelle: dpa

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Februar merklich eingetrübt. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 9,2 Punkte auf 1,0 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich um 7,4 Punkte auf 52,3 Punkte.

„Die sich abzeichnende Abschwächung der Weltkonjunktur und die ungewissen Folgen des Ölpreisverfalls belasten die ZEW-Konjunkturerwartungen“, sagte Sascha Steffen, Leiter des Forschungsbereichs Internationale Finanzmärkte am ZEW. „Angesichts dieser Entwicklungen hat die Sorge um erhöhte Kreditausfallrisiken bereits Aktien- und Anleihekurse vieler Banken in Europa, den USA und Japan in die Knie gezwungen.“

Konjunkturindikatoren

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Chefökonomen zeigten sich wenig überrascht: "Die vom ZEW befragten Finanzmarktanalysten folgten dem negativen Trend an den Finanzmärkten. Die Stimmung ist derzeit aber schlechter als die tatsächliche Lage", sagt VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel zu den Ergebnissen. "In den USA kann für das erste Quartal sogar mit einer Wachstumsbeschleunigung gerechnet werden. Und auch in der Eurozone gibt es Signale, dass sich die Erholung mit etwas gedrosseltem Tempo fortsetzen wird. Für die deutsche Konjunktur gibt es deshalb auch von internationaler Seite Unterstützungspunkte. Die globale Wirtschaftsentwicklung bleibt sicherlich eine Gratwanderung, doch es fehlt an handfesten Beweisen, dass es jetzt bergab geht."

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Zudem hätten sich die jüngsten Turbulenzen und die hohen Schwankungsanfälligkeiten der Finanzmärkte schlichtweg negativ auf die Stimmung der Marktteilnehmer ausgewirkt, sagt Helaba-Chefökonomit Viola Julien: "Per saldo ergibt sich damit eine belastende Indikation für den Ifo-Index, der nächste Woche zur Veröffentlichung ansteht. Spekulationen auf weitere Lockerungsmaßnahmen der EZB dürften vor diesem Hintergrund nicht kleiner werden."

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