6,2 Prozent Rekordinflation in Großbritannien

Das britische Office for National Statistics berichtet von einer Inflationsrate auf Rekordhoch. Quelle: AP

In Großbritannien steigen die Verbraucherpreise immer stärker. Im Februar erhöhten sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Aufzeichnungen.

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Die britischen Verbraucherpreise sind im Februar so stark gestiegen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Office for National Statistics am Mittwoch in London mitteilte. Das ist der höchste Wert seit März 1992. Im Januar hatte die Inflationsrate noch 5,5 Prozent betragen. Der Anstieg fiel unerwartet kräftig aus: Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 5,9 Prozent gerechnet.

Größter Preistreiber war erneut Energie. Hierfür mussten die Verbraucher fast ein Viertel mehr bezahlen als im Februar 2021. Aber auch die Lebensmittelpreise legten auf breiter Front zu. Die britische Notenbank geht davon aus, dass die Teuerungsrate im Frühjahr auch wegen der Folgen des russischen Einmarsches in die Ukraine mehr als acht Prozent steigen könnte, da sich seither Energie weiter verteuert hat. Sie strebt eigentlich einen Wert von zwei Prozent an.

Die Bank of England stemmt sich mit Zinserhöhungen gegen die hochschießende Inflation im Land. Die Währungshüter erhöhten vergangene Woche den geldpolitischen Leitzins von 0,5 auf 0,75 Prozent. Die britische Notenbank hatte im Dezember als erste der großen Zentralbanken seit Beginn der Corona-Pandemie den Zins angehoben. Ein weiterer Zinsschritt folgte im Februar.

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Höhere Zinsen können die Nachfrage nach Krediten für Investitionen und Konsum dämpfen und so eine preistreibende Nachfrage dämpfen. Zugleich wird dadurch die Landeswährung Pfund gestärkt, was wiederum Importe günstiger machen kann. Allerdings können höhere Zinsen auch die Konjunktur bremsen.

Lesen Sie auch: Die Politik sollte Hilfen zum Ausgleich steigender Energiepreise auf einkommensschwache Haushalte und industrielle Notlagen beschränken – ein Gastbeitrag von Ökonom Clemens Fuest.

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