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Aktuelle Statistik Arbeitsmarktzahlen für 2014 stimmen zuversichtlich

Die neue Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat die aktuellen Arbeitslosenzahlen als guten Start ins Jahr 2014 bezeichnet. Die Daten zeigten, dass die Beschäftigungssituation „sehr wetterfest ist“.

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Zum neunten Mal haben die Personalvermittler von alma mater rund 1000 Unternehmen befragt, welche Gehälter sie zahlen, wie hoch Einstiegsgehälter sind und welche Absolventen sie bevorzugen. "Bei den präferierten Abschlüssen zeichnet sich beispielsweise ein Wechsel ab", so Knud Bültermann, Vertriebsleiter bei alma mater. Eines der Ergebnisse der Erhebung: Erstmals hat der Master-Abschluss das Diplom als gefragteste Qualifikation überholt: 77 Prozent der Unternehmen gaben an, Master-Absolventen einstellen zu wollen, Stellen für junge Akademiker mit Diplom halten 76 Prozent der Unternehmen bereit. "Auch der Bachelor-Grad genießt im Vergleich mit unseren vorherigen Studien mit 74 Prozent deutlich mehr Wertschätzung", sagt Knud Bültermann, Vertriebsleiter bei alma mater. Quelle: dpa
In puncto Arbeitskräfte sind die Studienteilnehmer optimistisch: 91 Prozent der Unternehmer gehen davon aus, dass sie 2014 genauso viele Akademiker brauchen werden wie in diesem Jahr, vielleicht sogar mehr. "Dies ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zu den 95 Prozent im Vorjahr, aber immer noch ein hervorragender Wert", so Bültermann. Quelle: dpa
Size does matter: "Nach wie vor gilt die Faustregel: Je größer ein Unternehmen ist, umso höher das Einstiegsgehalt", stellt Bültermann fest. Branchenübergreifend zahlen Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern durchschnittlich 36.313 Euro pro Jahr, bei Konzernen mit über 5.000 Angestellten liegt das Einstiegsjahresgehalt bei 44.679 Euro pro Jahr." Quelle: AP
Außerdem spielt die Branche eine wichtige Rolle: So verdienen Elektrotechniker rund 9,3 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Quelle: dpa
Auch Ingenieurdienstleistungsunternehmen, Automobilzulieferer, Maschinenbauer und Konsumgüterhersteller zahlen überdurchschnittlich. Wer in diesen Branchen einsteigt, kann davon ausgehen, dass sein Einstiegsgehalt 7,14 Prozent über dem Schnitt liegt. Quelle: dpa
Bei Energieversorgern liegt das Einstiegsgehalt für junge Akademiker immer noch 6,67 Prozent über Bundesdurchschnitt. Quelle: dpa
Und auch in den Branchen Chemie und Pharma, dem Banken- und Finanzsektor, dem Baugewerbe und dem Fahrzeugbau bekommen studierte Leute immer noch mehr Geld als anderswo: Das Einstiegsgehalt liegt 4,76 Prozent über dem Durchschnitt. Quelle: dpa

In Deutschland sind im Dezember etwas mehr Menschen arbeitslos gewesen als im Monat zuvor. „Ein Anstieg ist jahreszeitlich üblich“, erläuterte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Dienstag in Nürnberg. Mit einem Zuwachs um 67 000 auf 2,873 Millionen sei das Plus aber schwächer ausgefallen als in den vorangegangenen Jahren. Zudem sei die Erwerbslosigkeit saisonbereinigt - also ohne den üblichen Winteranstieg - gesunken. Kalte und niederschlagsreiche Witterung führt in vielen Berufen etwa auf dem Bau, in Gärtnereien und der Gastronomie regelmäßig zu einem vorübergehenden Stellenabbau.

Im Dezember legte die Arbeitslosenquote im Vergleich zum November um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent zu. Saisonbereinigt nahm die Arbeitslosenzahl jedoch um 15.000 auf 2,965 Millionen ab, die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Kennzahl ging im Westen um 5000 und im Osten um 10.000 zurück. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Dezember 33.000 Menschen mehr auf Jobsuche. Damit waren im Gesamtjahr 2013 im Schnitt 2,95 Millionen Männer und Frauen in Deutschland arbeitslos. Das sind 53.000 mehr als 2012. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen zuletzt weiter zu. Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs nach den jüngsten Daten vom November binnen Jahresfrist um 242.000 auf 42,28 Millionen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach Zahlen vom Oktober um 359 000 auf 29,83 Millionen zu. Dabei entstanden mehr Teilzeit- als Vollzeitjobs. Fast alle Bundesländer verzeichneten binnen Jahresfrist einen Beschäftigungsanstieg. Lediglich im Saarland gab es einen leichten Rückgang. Auch bei den meisten Branchen gab es einen Zuwachs. Das größte Plus gab es bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen - dazu zählen etwa Rechtsanwälte und Unternehmensberater. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen wurde Personal aufgebaut.

In Arbeit
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Zuletzt hatten die Betriebe den Arbeitsagenturen 414.000 offene Stellen gemeldet, nur 6000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind derzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie im Verkauf, Verkehr und in der Logistik. Auch in den Gesundheitsberufen sind viele Stellen offen.

Die jüngste Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Nahles fügte hinzu: „Das ist eine gute Nachricht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ Aus grundsätzlichen Gründen wollte sie bei ihrer ersten Pressekonferenz im neuen Amt keine weiteren Prognosen abgeben. Nahles wies darauf hin, dass im Dezember zwar die Beschäftigung gestiegen sei, aber auch die Zahl der Arbeitslosen. Daher wolle sie ein besonderes Augenmerk auf deren Ausbildung und Qualifizierung legen. Denn oft stimme die Ausbildung insbesondere von Langzeitarbeitslosen nicht mit dem Bedarf auf dem Arbeitsmarkt überein. Bei jüngeren Menschen gehe es dabei auch um eine zweite Chance für Berufs- und Bildungsabschlüsse.

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