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Allensbach-Umfrage Soli abschaffen - Infrastruktur verbessern

Exklusiv
Die Bundesbürger haben einen klaren Arbeitsauftrag an die neue Bundesregierung: Der Soli soll fallen – und der Budgetüberschuss in die Infrastruktur investiert werden. Quelle: dpa

Die Bundesbürger fordern von der neuen Bundesregierung, den Solidaritätszuschlag auf die Einkommens-, Kapitalertrags- und Körperschaftsteuer abzuschaffen und die öffentliche Infrastruktur zu verbessern.

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In einer exklusiven Umfrage des Instituts für Demografie Allensbach im Auftrag der WirtschaftsWoche sagen 72 Prozent der Befragten, die Regierung solle den Soli streichen. Vor vier Jahren hatten sich erst  55 Prozent für den Wegfall der Sonderabgabe ausgesprochen. Eine überwältigende Mehrheit von 74 Prozent plädiert dafür, den Staatshaushalt zugleich in den schwarzen Zahlen zu halten. Befragt nach der bevorzugten Verwendung der staatlichen Einnahmenüberschüsse sagen 47 Prozent, der Staat solle mit dem Geld die öffentliche Infrastruktur verbessern. Ganz oben auf der Prioritätenliste der Bürger steht die Ausstattung der Schulen, gefolgt von dem Gesundheitssektor und der Polizei. 32 Prozent der Befragten wollen die Einnahmenüberschüsse des Staates verwenden, um die Steuern zu senken.

Dabei sind sich die Bürger durchaus bewusst, dass Steuersenkungen, eine bessere Infrastruktur und ein ausgeglichenes Budget Kürzungen der Ausgaben an anderer Stelle notwendig machen. Möglichkeiten dafür sehen die Bürger „vor allem da, wo die meisten selbst nicht betroffen sind“, sagt Renate Köcher, Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts. So plädiert die Mehrheit der Befragten dafür, den Rotstift bei den Hilfen für verschuldete Euro-Länder, den Beamtenpensionen, der Förderung der neuen Bundesländer, den Subventionen für einzelne Branchen und den Ausgaben für die Unterbringung von Flüchtlingen anzusetzen.

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