"Beige Book" der Fed Erholung der US-Konjunktur setzt sich fort

Eine Stabilisierung des Immobilienmarkts und Verbraucher in Kauflaune haben laut dem Fed-Konjunkturbericht "Beige Book" zur Erholung der US-Konjunktur beigetragen. Die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum.

Der angeschlagene Immobilienmarkt in den USA erholt sich. Ein Grund, dass es mit der US-Konjunktur langsam wieder bergauf geht. Quelle: dpa

Die Erholung der US-Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve zuletzt in gemächlichem Tempo fortgesetzt. Hierzu hätten steigende Ausgaben der Verbraucher sowie eine Stabilisierung des Immobilienmarktes beigetragen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Fed, den Experten nur als "Beige Book" bezeichnen.

In dem vorsichtig optimistischen Bericht ihrer zwölf regionalen Zweigstellen verweisen die Zentralbanker auch auf die hohe Nachfrage in der Auto- und Technologiebranche.

Für Volkswirte enthielt das Beige Book keine Überraschungen, auch die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum auf den Bericht. "Die Fed diagnostiziert einen langsamen Fortschritt, der jedoch nicht ausreicht, um die Rate der Anleihekäufe zu verändern", erklärte Volkswirtin Yelena Shulyatyeva von BNP Paribas in New York.

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Das Wachstum der US-Wirtschaft war am Jahresende fast zum Stillstand gekommen. Die Fed ist jedoch von einer anhaltenden Erholung überzeugt, die unter anderem von den rekordniedrigen Zinsen und den umstrittenen Anleihekäufen der Notenbank angeschoben wird. Die Fed entscheidet das nächste Mal Ende März über ihren weiteren geldpolitischen Kurs.

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Die Fed kauft seit Jahresbeginn jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staats- und Immobilienpapiere auf und versucht auf diese Weise die Wirtschaft zu stimulieren. Zuletzt waren allerdings Äußerungen aus der jüngsten geldpolitischen Sitzung als Hinweis darauf gedeutet worden, die Fed könne früher als erwartet wieder den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen. Die Vize-Chefin der Notenbank, Janet Yellen, hatte dann allerdings zu Wochenbeginn betont, dass eine Fortsetzung der aggressiven Anleihe-Käufe notwendig sei, weil die US-Konjunktur weiterhin schwächele.

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