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Deutschland Export legt nach Rückschlag wieder zu

Der Export hält die Konjunktur hierzulande am Laufen - auch wenn die Euro-Schuldenkrise auf die Geschäfte der Unternehmen drückt. Im Oktober glänzte die Branche mit dem stärksten Plus seit Jahresbeginn.

Deutschlands wichtigste Handelspartner
Russische Föderation Quelle: dpa-tmn
Belgien Quelle: REUTERS
Die Schweizer Landesfahne weht am Großen Aletschgletscher Quelle: ZB
Die Österreichische Flagge Quelle: dpa
assanten und Fahrzeuge passieren in Rom das Kolosseum Quelle: dapd
Lichtereines vorbei fahrenden Busses strahlen vor dem Big Ben in London Quelle: Reuters
Eine US-Flagge weht vor der Freiheitsstatue Quelle: REUTERS

Der deutsche Export hat nach dem Einbruch im September überraschend wieder Tritt gefasst. Die Ausfuhren stiegen im Oktober im Monatsvergleich um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem erneuten Rückgang gerechnet. Gegenüber dem Vorjahr legte der Export kräftig um 10,6 Prozent zu. Es war das beste Monatsergebnis seit Jahresbeginn.

„Einmal mehr erweisen sich die Drittländer außerhalb Europas als die Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner.

Aber auch das Geschäft in den Kernmärkten innerhalb und außerhalb der Eurozone sei im Oktober überraschend gut gelaufen. „Für das Gesamtjahr sehen wir uns somit mit unserer Wachstumsprognose von vier Prozent bestätigt“, erklärte Börner.

Die Rezession im Euro-Raum wird nach Einschätzung von Experten allerdings auch in den kommenden Monaten die Geschäfte der deutschen Exporteure belasten. Positive Impulse könnten dagegen aus den USA und China kommen.

Die Einfuhren erhöhten sich im Oktober gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent und damit so stark wie seit Mai nicht mehr. Im Jahresvergleich legten die Einfuhren um 6,0 Prozent zu. Waren im Wert von 82,7 Milliarden Euro wurden nach Deutschland importiert.

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Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg-Bank wies darauf hin, dass vor allem die geschwächten Euro-Krisenländer von der nach wie vor robusten Nachfrage aus Deutschland profitieren. In den ersten zehn Monaten stiegen die Einfuhren aus dem Euro-Raum um 1,4 Prozent. Die deutschen Exporte in den gemeinsamen Währungsraum sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum dagegen um 1,2 Prozent.

Weltweit ist die Nachfrage nach Produkten Made in Germany groß. Insgesamt stiegen die Exporte von Januar bis Oktober um 4,8 Prozent. Vor allem die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU (plus 10,9 Prozent) hielten den deutschen Konjunkturmotor am Laufen. Die Importe nach Deutschland aus aller Welt erhöhten sich lediglich um 1,7 Prozent.

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