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Deutschland Ifo rechnet mit anziehender Industrie-Konjunktur

Lichtblick für die deutsche Konjunktur: Seit Mai legten die Auftragseingänge in der Industrie wieder zu. Quelle: dpa

Der starke Rückgang der Auftragseingänge in der Industrie, der zu Jahresbeginn sehr deutlich zu erkennen war, werde gestoppt, sagen die Forscher des Ifo-Instituts. Sie rechnen mit einer Belebung des Geschäfts.

Die Forscher des Münchner Ifo-Instituts rechnen nach schwachem Start ins Jahr mit einer anziehender Industriekonjunktur in Deutschland. Die wieder wachsende Nachfrage nach deutschen Produkten deute auf mehr Schwung in der zweiten Jahreshälfte hin, erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Montag. Seit Mai legten die Auftragseingänge in der Industrie wieder zu, wie aus den aktuellen Befragungen des Ifo hervorgehe. „Damit konnte der starke Rückgang, der seit Jahresbeginn zu beobachten war, gestoppt werden“, führte Wollmershäuser aus.

Die deutsche Industrie steckt in der längsten Auftragsflaute seit der weltweiten Finanzkrise 2008/09. Im April sammelte sie bereits den vierten Monat in Folge weniger Bestellungen ein. Die Unternehmen erhielten 2,5 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat, wofür die schwache Nachfrage aus Deutschland und der Euro-Zone sorgte. Export-Europameister Deutschland bekommt dabei den Handelskonflikt mit den USA, die Verunsicherung durch den näher rückenden EU-Austritt Großbritanniens und weltweit zunehmende Handelshürden wie höhere Zölle zu spüren.

Für die am Donnerstag anstehenden Zahlen zu den deutschen Industrieaufträgen im Mai erwarten Experten eine Belebung: Sie rechnen im Mittel mit einem Plus von 1,1 Prozent.

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