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DIW-Prognose Die Arbeitslosigkeit steigt, die Inflation geht zurück

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich weiter eingetrübt. Die Zahl der Arbeitssuchenden ist gestiegen. Eine Entspannung wird es wohl erst in der zweiten Hälfte 2013 geben. Dafür fällt die Teuerungsrate geringer aus.

Womit die Euro-Länder rechnen müssen
Frankreich Quelle: Reuters
Spanien Quelle: dapd
Griechenland Quelle: dpa
Zypern Quelle: dpa
Deutschland Quelle: dpa
Die Euroländer Quelle: REUTERS

Die schwache Konjunktur führt nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit bei vielen Personalchefs zum Umdenken: Viele überlegten derzeit sehr genau, ob die Auftragslage noch die Besetzung freier Stellen zulasse. „Angesichts eingetrübter Konjunkturerwartungen zeigen sich Unternehmen insgesamt vorsichtiger, was weitere Neueinstellungen angeht“, betonte die BA am Mittwoch bei der Veröffentlichung ihres Stellenindex BA-X.

Als Folge sei die Zahl der offenen Stellen „tendenziell rückläufig“, berichtete die BA. Der BA-X selbst habe zwar im November mit 159 Punkten auf dem Vormonatsniveau verharrt, liege aber nach teils starken Verlusten seit Sommer inzwischen um 20 Punkte unter dem Vorjahresniveau. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur an diesem Donnerstag in Nürnberg bekanntgeben.

Diese Länder starten 2013 richtig durch
Platz 10: MosambikWachstumsprognose 2013: 8,4 Prozent Rohstoffvorkommen spielen im Land an der Grenze zu Südafrika eine wichtige Rolle. Aluminium ist das Hauptexportprodukt, Kohle wird von ausländischen Bergbaukonzernen gefördert. In Zukunft soll auch Erdgas im Rouvma-Becken erschlossen werden. Quelle: obs
Platz 9: KirgisistanWachstumsprognose 2013: 8,5 Prozent Anders als andere Länder Zentralasiens ist das kleine Land zwischen China und Kasachstan relativ rohstoffarm. Allerdings verfügt das Land über Goldvorkommen, die von ausländischen Konzernen abgebaut werden. Zudem ist das Land, seit es Mitglied bei der WTO ist, ein bedeutender Umschlageplatz für den Handel zwischen China, Russland und weiteren Nachbarländern. Quelle: Almutamid
Platz 8: GambiaWachstumsprognose 2013: 9,7 Prozent Das Land ist vollkommen vom Senegal umschlossen. Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei bilden die Hauptwirtschaftsfaktoren des Landes. Die Verarbeitung von Erdnüssen, Fisch und Tierhäuten spielen eine wichtige Rolle, exportiert werden gambische Produkte hauptsächlich nach Indien, China und Frankreich. Quelle: wikipedia - atamari
Platz 7: Timor-LeisteWachstumsprognose 2013: 10,0 Prozent Die Wirtschaft prosperiert dank der Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen im Timorsee. Doch das Land hat erheblichen Nachholbedarf im Ausbau der Infrastruktur, im Bildungsbereich und in der Entwicklung der Landwirtschaft. Quelle: AP
Platz 6: ParaguayWachstumsprognose 2013: 11 Prozent Die Preise für Agrarrohstoffe ziehen an –Vorteil für Paraguay: Der Export von Soja, Weizen, Rindfleisch, Mais tragen über 22 Prozent des BIP bei. Im Jahr 2010 erzielte das Land deshalb ein Rekord-Wachstum von 14,5 Prozent (auf ca. 17 Mrd. USD). Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Quelle: Jan Pešula User: Sapfan
Platz 5: BhutanWachstumsprognose 2013: 13,5 Prozent Es ist das einzige Land der Welt, in dem die Entwicklung vor allem auf das Wohlbefinden des Landes abzielt. Die Wirtschaft ist staatlich gelenkt und soll im Fünfjahresplan 2008-2013 der Armutsbekämpfung Vorrang geben. Dazu gehört: Ausbau von Infrastrukturprojekten – Straßen, Stromversorgung und Telefonnetz. Quelle: REUTERS
Platz 4: IrakWachstumsprognose 2013: 14,7 Prozent Das Land verfügt mit 115 Milliarden Barrel über die viergrößten Ölquellen der Welt. Dementsprechend soll die Förderung weiter ausgebaut werden: Pipelines, Raffinerien und weitere Infrastrukturprojekte kurbeln die Wirtschaft weiter an. Quelle: dpa

Im langjährigen Vergleich liege die Nachfrage deutscher Unternehmen nach Arbeitskräften aber immer noch auf hohem Niveau, gab die Bundesagentur zu bedenken. Viele offenen Stellen gebe es derzeit vor allem in der Leiharbeit. Gesucht würden auch Mitarbeiter vom Groß- und Einzelhandel, von Bauinstallationsfirmen, Kliniken und Sozialeinrichtungen sowie der Gastronomie.

Mehr Arbeitslose als erwartet

Unterdessen hat sich nach Einschätzung von Experten die Lage auf dem Arbeitsmarkt im November weiter eingetrübt. Unter dem Eindruck der schwächelnden Konjunktur legten derzeit immer mehr Unternehmer Expansionspläne auf Eis, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Nach Berechnungen der Fachleute stieg daher die Arbeitslosigkeit im November um rund 10.000 auf 2,763 Millionen; dies wären rund 50.000 mehr Jobsucher, als noch vor einem Jahr. Üblich ist im November ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit. Saisonbereinigt hat die Zahl der Erwerbslosen um rund 15.000 zugenommen.

„Wir haben seit Monaten einen Trend mäßig steigender Arbeitslosigkeit - bedingt durch die Konjunkturdelle“, beschreibt der Allianz-Volkswirt Rolf Schneider die Lage. Zumindest bis zum Frühjahr werde sich dieser Trend fortsetzen. Diese Konjunkturdelle dürfte nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal dieses Jahres zum Erliegen bringen. Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, weist das DIW-Konjunkturbarometer für das laufende vierte Quartal eine Stagnation gegenüber dem Vorquartal aus. Im Oktober waren die DIW-Ökonomen noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt in den letzten drei Monaten des Jahres um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen wird.

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