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Doing-Business-Index China gefährdet Standortranking der Weltbank

Exklusiv

Der vielbeachtete „Doing-Business-Index“ der Weltbank, der die Gründungsfreundlichkeit der Staaten bewertet, droht unter dem Druck Chinas verwässert zu werden.

Jörg Krämer Quelle: Presse

Der jährliche Report untersucht anhand von 36 Indikatoren die Rahmenbedingungen für Unternehmen in 185 Staaten. Nun aber wollten einflussreiche Staaten um China, die im Ranking schlecht abschneiden, die globale Analyse beschneiden, berichtet Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „China ist der Meinung, dass die Weltbank nicht einzelne Länder bewerten solle. Auch einige westeuropäische Länder reagieren pikiert und arbeiten hinter den Kulissen daran, die Aussagen des Doing-Business-Reports zu verwässern“, so der Ökonom.

Der Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, hat wegen des politischen Drucks bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich dafür ausspricht, die Länder-Rangliste einzustellen. „Das lässt befürchten, dass die Weltbank dem Druck mächtiger Mitgliedsländer nachgibt – was Druck von den Ländern nehmen würde, ihren Unternehmen bessere Rahmenbedingungen zu bieten“, schreibt Krämer. „Der Doing-Business-Report der Weltbank hat die staatlich gesetzten Rahmenbedingungen für Unternehmen transparent gemacht und dazu beigetragen, dass sich das Unternehmertum besser entfalten kann und der Wohlstand in vielen Regionen der Welt steigt.“
Im jüngsten Ranking lag Singapur an der Spitze, Deutschland erreichte Platz 20. China schaffte nur Platz 91.

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