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Dollar vs. Yuan Wechselkurskonflikt zwischen USA und China

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Eine rasche Entspannung im Handels- und Wechselkurskonflikt ist nicht in Sicht. Solange die Weltwirtschaft am Tropf staatlicher Konjunkturprogramme hängt, wird China nicht riskieren, seine Exporte durch einen stärkeren Yuan zu bremsen. Frühestens Mitte nächsten Jahres, wenn sich die globale Wirtschaft gefestigt hat, könnten die Währungshüter in Peking den Yuan behutsam weiter aufwerten, zumal sich bis dahin die Inflationsrate wieder in positives Terrain vorgearbeitet haben dürfte. Ein stärkerer Yuan dürfte dann von den Machthabern in Peking als ein Mittel zur Dämpfung des Preisauftriebs gesehen werden.

Aufwertung gegen globale Ungleichgewichte

Lassen die Chinesen den Yuan aufwerten, trüge das auch dazu bei, die globalen Ungleichgewichte abzubauen. Denn ein stärkerer Yuan würde die chinesischen Exporte bremsen und so den Leistungsbilanzüberschusse Chinas verringern. Das Reich der Mitte müsste dann weniger Dollar kaufen und in US-Staatsanleihen anlegen. Die geringere Nachfrage der Chinesen am US-Bondmarkt würde die Kurse der Anleihen unter Druck setzen und deren Renditen erhöhen. Das gäbe den US-Bürgern mehr Anreize, ihr Geld auf die hohe Kante zu legen und den Konsum zu drosseln. Dadurch würde der Importsog der USA nachlassen und das Defizit in der Leistungsbilanz sinken.

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