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Eurostat-Zahlen Euro-Zone: Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch

Seit dem Beginn der Währungsunion vor 14 Jahren waren in der Euro-Zone nicht so viele Menschen ohne Job, wie aktuell: 18,7 Millionen Menschen hatten im Dezember keinen Job. Der Preisdruck ließ hingegen leicht nach.

Wo das Leben in Europa am meisten kostet
Autoverkauf in Bulgarien Quelle: REUTERS
Polen und Rumänien Quelle: dpa
Litauen und Ungarn Quelle: dapd
Lettland und Slowakei Quelle: APN
Estland, Malta und Tschechische Republik Quelle: dpa
Autokauf in Portugal Quelle: gms
Spanien und Griechenland Quelle: dpa

Die Rezession lässt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf neue Rekordwerte. Im Dezember hatten 18,7 Millionen Männer und Frauen keinen Job, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Brüssel mit. Einen höheren Wert hat es seit dem Start der Währungsunion 1999 noch nicht gegeben. Im Vergleich zum November ist das eine Zunahme um 16.000, während die Zahl der Arbeitslosen gemessen am Vorjahresmonat um fast 1,8 Millionen zulegte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 11,7 Prozent.

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Ein Trendwende ist nicht in Sicht. Einer Umfrage des Markit-Instituts unter Tausenden Industriebetrieben zufolge wurden im Januar den zwölften Monat in Folge Stellen abgebaut - und zwar in allen Ländern, mit Ausnahme der Niederlande. In Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich beschleunigte sich der Jobabbau sogar. Die Unternehmensberatung Ernst & Young befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen bis Anfang 2014 über die Marke von 19 Millionen und die Quote auf zwölf Prozent steigen könnte.

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Der Preisdruck in der Euro-Zone ist dagegen zu Jahresbeginn leicht gesunken. Die Verbraucherpreise in den 17 Ländern lagen im Januar im Schnitt 2,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Brüssel in einer ersten Schätzung mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten damit gerechnet, dass die Jahresteuerung auf dem Dezember-Wert von 2,2 Prozent verharrt. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. In Deutschland waren die Preise im europäischen Vergleich (HVPI) zum Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen.

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