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Eurozone Arbeitslosigkeit nahe neun-Jahres-Tief

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist weiter gesunken. Quelle: dpa

Die Konjunktur in den Euroländern kommt langsam in Fahrt. Auch in den Mittelmeerländern – dennoch haben die meisten noch immer mit zweistelligen Arbeitslosenquoten zu kämpfen.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist auf den niedrigsten Stand seit knapp neun Jahren gefallen. Sie lag im November bei 8,7 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und 1,1 Prozentpunkte weniger als ein Jahr zuvor. Einen niedrigeren Stand gab es zuletzt im Januar 2009, als die Länder der Eurozone gerade von den Folgen der Weltfinanzkrise erfasst wurden.

Allerdings ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone immer noch mehr als doppelt so hoch wie in den USA und regional sehr unterschiedlich. In Griechenland sind die Arbeitslosenzahlen zwar gefallen, die Quote liegt aber immer noch knapp über 20 Prozent. In Spanien erreicht sie trotz Wirtschaftserholung 16,7 Prozent. Für Deutschland registrierte Eurostat dagegen eine Arbeitslosenrate von 3,4 Prozent. Diese Zahlen werden allerdings anders berechnet als von der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg.

Laut Eurostat wurden in der gesamten Eurozone im vergangenen November 14,26 Millionen Menschen von der Arbeitslosenstatistik erfasst. Das waren 107.000 weniger als im Oktober 2017. Damit ist die Arbeitslosenquote im gesamten Jahr 2017 ständig zurückgegangen - ein Zeichen dafür, dass die Konjunktur Fahrt aufgenommen hat.

Experten hoffen, dass die sinkende Arbeitslosigkeit die Löhne steigen lässt. Das könnte zu höheren Ausgaben führen, so dass sich der Aufschwung selbst zu tragen beginnt. Dies ist zwar noch nicht eingetreten, doch mehren sich die Anzeichen dafür, etwa angesichts der Lohnforderungen der IG Metall in Baden Württemberg.

Der Anteil der Firmen, bei denen die Arbeitskräfte knapp werden, sei der höchste seit Einführung der Währungsunion 1999, sagte der Ökonom Peter Vanden Houte von der niederländischen Bank ING Groep. Daher sei bald mit Lohnsteigerungen zu rechnen.

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