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Exportgeschäft im Minus Industrie in Euro-Zone schwächelt

Euro-Zone: Industrie schwächelt wegen schwacher Exportgeschäfte Quelle: dpa

Exportaufträge nehmen ab und die globalen Handelskonflikte belasten die Märkte. Der Abwärtstrend der Industrie in der Euro-Zone beschleunigt sich.

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Schwächelnde Exporte und die globalen Handelskonflikte belasten die Industrie in der Euro-Zone. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober um 1,2 auf 52,0 Punkte, wie das Forschungsinstitut IHS Markit am Freitag zu seiner Umfrage unter rund 3000 Unternehmen erklärte. Das Neugeschäft sackte wegen der „zunehmenden Handelshemmnisse erstmals seit knapp vier Jahren“ leicht ab. „Bei den Exportaufträgen kam es zum ersten Mal seit über fünf Jahren wieder zu Einbußen“, sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Zudem seien die Geschäftsaussichten auf den tiefsten Stand seit 2012 abgestürzt. „So verfestigte sich die Besorgnis über die weltweit zunehmenden protektionistischen Maßnahmen, steigende Zölle und die anhaltende politische Unsicherheit“, erklärte das Institut.

Die Daten für die Industrie signalisieren laut Williamson, „dass sich der Abwärtstrend im Laufes des vierten Quartals 2018 weiter beschleunigen und der Sektor sogar schrumpfen könnte - wenn sich die Zahlen nicht bald bessern“. In Italien war dies bereits im Oktober der Fall - und damit erstmals seit knapp vier Jahren. Das Barometer fiel hier mit 49,2 Punkten sogar unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern. In Deutschland rutschte der Einkaufsmanagerindex um 1,5 auf 52,2 Punkte. Die Betriebe verbuchten erstmals seit Ende 2014 einen Rückgang des Neuaufträge. Dadurch verlangsamte sich das Wachstum der Industrie so stark wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr.

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