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EZB Anleihekäufe starten am 9. März

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EZB erweitert Nothilfen für griechische Banken

Auch den Geldhahn für griechische Institute lässt die EZB weiter offen. Die Währungshüter stockten auf ihrer Ratssitzung den Spielraum der Notenbank in Athen zur Gewährung von Notfallhilfen an ihre heimischen Geldhäuser um 500 Millionen Euro auf, wie EZB-Chef Mario Draghi nach dem Treffen in Nikosia mitteilte. Die griechischen Banken seien solvent, betonte er. Bislang lag das Limit bei 68 Milliarden Euro.

Griechische Geldhäuser sind inzwischen weitgehend auf solche Notfall-Liquiditätshilfen der Athener Notenbank angewiesen, da die EZB keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit für frisches Geld akzeptiert. Eine entsprechende Ausnahmeregelung hatte sie Anfang des Jahres kassiert.

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Draghi sagte, die EZB stehe bereit, diese Sonderregel für Griechenland wieder einzuführen - und damit auch Papiere mit sehr schlechter Bonität zu akzeptieren. Zuvor müsse sich die EZB aber darüber klarwerden, ob Griechenland im aktuellen Rettungsprogramm der internationalen Gläubiger überprüfbare Fortschritte erziele.

Die Notenbank hat laut Draghi dem Ägäis-Staat bereits 100 Milliarden Euro geliehen. Vorerst bleibe das Land jedoch vor dem großen Staatsanleihen-Kaufprogramm der EZB ausgeschlossen. Erst im Juli sei es technisch wieder möglich, Hellas-Papiere aufzukaufen. Dies liegt unter anderem daran, dass die EZB bereits mehr Papiere des Landes hält als es die internen Regeln für die Bonds-Käufe vorsehen. Im Sommer laufen jedoch mehrere von der EZB gehaltene Anleihen aus.

Die Regierung in Athen hat jüngst mehr als eine Milliarde Euro am Finanzmarkt eingesammelt. Die Ausgabe von Geldmarktpapieren mit relativ kurzer Laufzeit ist zur Zeit die einzige Möglichkeit für Athen, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Die von den Gläubigern gesetzte Obergrenze von 15 Milliarden Euro ist aber schon ausgeschöpft. Regierungschef Alexis Tsipras benötigt jeden Monat etwa 4,5 Milliarden Euro, um die Verpflichtungen des Landes zu erfüllen.

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