Fachkräftemangel Arbeitnehmerzahl mit Blue Card steigt stetig

Fachkräftezustrom Quelle: dpa

Die von der EU vergebenen Blue Cards gelten als Nachweisdokument des legalen Aufenthaltes für Angehörige aus Drittstaaten. Die Zahl der Fachkräfte mit der Karte steigt in Deutschland stetig an.

2013 wurden noch rund 11.300 solcher Aufenthaltstitel für Arbeitnehmer aus Drittstaaten erteilt - im Jahr 2016 waren es schon rund 17.360, wie aus Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervorgeht. Allein im ersten Halbjahr 2017 kamen rund 11.000 hochqualifizierte Arbeitskräfte über eine Blue Card ins Land. Zuvor hatte am Dienstag die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

Spitzenreiter unter den Herkunftsländern der Blue-Card-Inhaber ist Indien - vom Subkontinent stammt fast jeder vierte Arbeitnehmer, gefolgt von China, Russland, die Ukraine und Syrien. Im Vergleich aller EU-Länder liegt Deutschland bei der Erteilung der Blue Cards vorn: 2016 wurden allein rund 95 Prozent aller EU-weit ausgegebenen Karten hierzulande ausgestellt.

Eingeführt wurde die Blue Card in Deutschland am 1. August 2012. Sie gilt zunächst für maximal vier Jahre. Voraussetzung für eine Blue Card ist vor allem ein anerkannter Hochschulabschluss, ein Jobangebot oder Arbeitsvertrag sowie im Jahr 2017 ein Bruttojahresgehalt von mindestens 50.800 Euro. Für Mangelberufe reicht ein Jahresgehalt von 39.624 Euro.

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