Geldpolitik EZB-Ökonomen erhöhen Inflationsprognose für 2022 auf 7,3 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschließt die Erhöhung der Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte. Damit reagiert die Zentralbank auf die anhaltend steigenden Verbraucherpreise. Quelle: imago images/Hans Lucas

Der neue Ausblick liegt deutlich über dem Zielwert der Notenbank. Auch für die folgenden Jahre heben die Volkswirte ihre Vorhersagen an.

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Experten der EZB-Geldpolitik haben angesichts des anhaltenden Preisschubs bei Energie und Lebensmitteln infolge des Ukrainekriegs ihre Inflationsprognosen abermals deutlich angehoben.

Die Volkswirte erwarten inzwischen für dieses Jahr einen Anstieg der Verbraucherpreise im Euro-Raum von 7,3 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Im April hatten sie einen Wert von 6,0 Prozent veranschlagt.

Ihre neue Prognose liegt damit noch stärker über der Zielmarke der EZB, die 2,0 Prozent Inflation als ideales Niveau für die Wirtschaft in Währungsraum anstrebt. Im Juni hatte die Teuerung im Euro-Raum einen neuen Rekordwert von 8,6 Prozent erreicht.

EZB erhöht Leitzinsen

Die EZB hat inzwischen die Zinswende eingeleitet. Auf ihrer Sitzung am Donnerstag beschloss sie, die Leitzinsen im Kampf gegen den massiven Anstieg der Lebenshaltungskosten kräftig um 0,50 Prozentpunkte anzuheben.

Die EZB befragt in ihrem sogenannten Survey of Professional Forecasters (SPF) vier Mal im Jahr Ökonomen zu deren Wachstums- und Inflationsprognosen. Die Umfrageergebnisse liefern den Euro-Wächtern wichtige Anhaltspunkte für die Bestimmung der Geldpolitik. Die jüngste Umfrage der EZB fand zwischen 1. und 5. Juli statt. Dabei bekam sie 56 Antworten.

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Auch für die nächsten Jahre schraubten die Volkswirte ihre Inflationsvorhersagen nach oben. Für das Jahr 2023 erwarten sie nun eine Teuerungsrate von 3,6 (April-Umfrage: 2,4) Prozent. Für 2024 gehen sie von 2,1 (1,9) Prozent Inflation aus. Längerfristig rechnen sie jetzt mit einer Rate von 2,2 (2,1) Prozent.

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