Geldpolitik US-Notenbanker Evans: Weiterer großer Zinsschritt im September möglich

Eine Erhöhung um 75 Punkte hält der Währungshüter für denkbar, sollte die Inflation weiter stark steigen. Einen Schritt um einen Punkt schließt er aus.

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Der Währungshüter hält einen weiteren großen Zinsschritt für notwendig. Quelle: Reuters

Die US-Notenbank wird im September aus Sicht eines ihrer führenden Vertreter die Zinsen womöglich erneut deutlich anheben müssen, sollte sich der Inflationsschub nicht abmildern. „Wenn man wirklich denkt, dass die Dinge sich nicht verbessern, sind 50 Basispunkte eine vernünftige Einschätzung, aber 75 könnten auch okay sein“, sagte der Präsident der Fed-Zweigstelle in Chicago, Charles Evans, am Dienstag zu Journalisten.

Er bezweifle aber, dass mehr erforderlich sein werde. Eine Erhöhung um einen ganzen Prozentpunkt schloss Evans damit aus.

Die Federal Reserve hatte im Juli trotz der heraufziehenden Rezessionsgefahren den Leitzins im Kampf gegen die Inflation weiter kräftig erhöht. Die Notenbank hob ihn wie bereits im Juni um 0,75 Prozentpunkte an. Damit liegt der geldpolitische Schlüsselsatz in den USA aktuell in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent.

Evans zufolge könnten die Leitzinsen bis Ende nächsten Jahres auf 3,75 bis 4,00 Prozent steigen. Der Notenbanker warnte jedoch davor, zu schnell dahin zu gelangen, da sich das Wirtschaftsumfeld unerwartet ändern könne. Die nächste Zinssitzung der Fed ist für den 20. und 21. September geplant.

Mehr: Vier Gründe für das Versagen von EZB und Fed

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