Geschäftsklima Ifo-Index gibt weiter nach

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Oktober erneut und damit den sechsten Monat in Folge.

Deutschlands wichtigste Handelspartner
Russische Föderation Quelle: dpa-tmn
Belgien Quelle: REUTERS
Die Schweizer Landesfahne weht am Großen Aletschgletscher Quelle: ZB
Die Österreichische Flagge Quelle: dpa
assanten und Fahrzeuge passieren in Rom das Kolosseum Quelle: dapd
Lichtereines vorbei fahrenden Busses strahlen vor dem Big Ben in London Quelle: Reuters
Eine US-Flagge weht vor der Freiheitsstatue Quelle: REUTERS
Platz 3: ChinaDie Nummer drei der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik geht an China. Die Volksrepublik importierte 2012 Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro. Andersherum importierten die Deutschen chinesische Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro. Insgesamt kommt das Handelsaufkommen zwischen der Bundesrepublik und China somit auf einen Wert von 143,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr übrigens ein Rückgang von 0,3 Prozent. 2011 waren es noch 144,4 Milliarden Euro gewesen. Quelle: REUTERS
Niederlande Quelle: dpa
Frankreich Quelle: dpa

Die Sorgen um internationale politische Krisen und trübe Konjunkturaussichten drücken unerwartet deutlich auf die Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Im Oktober gab der Ifo-Geschäftsklimaindex bereits zum sechsten Mal in Folge nach und fiel von 104,7 auf 103,2 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Dezember 2012. Der Rückgang fiel deutlicher aus als von Experten erwartet. Vor allem in der Industrie habe sich die Stimmung deutlich eingetrübt, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.


Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang um 0,2 auf 104,5 Punkte gerechnet. Der deutsche Börsen-Leitindex Dax, der zu Handelsbeginn am Montag noch positiv auf die Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests reagierte hatte, reagierte negativ und lag zuletzt um 0,04 Prozent niedriger bei 8983,99 Punkten. Die Unternehmen schätzten im Oktober sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Zukunftsaussichten schlechter ein. Während der Ifo-Index zur aktuellen Geschäftslage von 110,4 auf 108,4 Punkte nachgab, fiel der Index, der die Erwartungen für die kommenden Monate widerspiegelt, von 99,3 auf 98,3 Punkte. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt.

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„Das weltwirtschaftliche Umfeld bremst die Exportunternehmen und Investitionsgüterhersteller“, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner laut Mitteilung. Die schlechte Stimmung verzögere Investitionen. Vor allem die Entwicklung in Europa sei wichtig, damit es wieder deutlicher aufwärts geht. „Gerade für Wachstum in Europa haben wir aber noch kein Rezept gefunden“, erklärte Zeuner. Für viel mehr als Stagnation bis ins neue Jahr reiche es aber wohl in Deutschland und Europa nicht. Es gibt aber auch positive Impulse für die Konjunktur: Die Verbraucher in Deutschland lassen sich ihre Konsumlaune auch von den gedämpften Wachstumsprognosen nicht vermiesen. Nach zwei Rückgängen in Folge hatte sich die Verbraucherstimmung der Bundesbürger wieder leicht gebessert. Die Konjunkturerwartungen stabilisierten sich nach einem massiven Einbruch wieder, die Einkommensaussichten sowie die Anschaffungsneigung legten auf ohnehin hohem Niveau sogar wieder zu. Der Konsumklimaindex stieg von 8,4 Zählern im August auf 8,5 Punkte für November.

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