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GfK-Konsumklima Deutsche starten zuversichtlich ins neue Jahr

Auf dem Arbeitsmarkt läuft es gut, die Einkommen steigen, die Inflation ist niedrig - da fällt den Deutschen der Griff zum Portemonnaie leicht. Auch nach Weihnachten bleiben sie so kauffreudig wie seit Jahren nicht. Dazu tragen auch die niedrigen Zinsen bei.

In diesen Städten lebt es sich am teuersten
Platz zehn: SydneyLaut dem Städteranking " Cost of Living Survey" landet Australiens größte Stadt Sydney auf Platz zehn der teuersten Städte weltweit. Für das Ranking hat das Beratungsunternehmen Mercer die Kosten von mehr als 200 Produkten und Dienstleistungen in 214 Städten miteinander verglichen. Darunter sind zum Beispiel Miete, öffentliche Verkehrsmittel, Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote. "Die Miete stellt den mit Abstand größten Kostentreiber dar", sagt Mercer-Expertin Margit Kaiser. In Sydney schlagen aber auch noch ganz andere Dinge ordentlich zu Buche. So kostet eine Jeans durchschnittlich 113,55 und eine internationale Tageszeitung 6,20 Dollar. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz neun: BernIn der Schweizer Hauptstadt Bern kostet eine Tasse Kaffee umgerechnet 4,68 Dollar. Auch Miete, Kleidung, Benzin und Dienstleistungen sind im Vergleich so teuer, dass es im internationalen Vergleich für Platz neun gereicht hat. Quelle: obs
Platz acht: Zürich Auch der achte Platz geht an die Schweiz. In der größten Schweizer Stadt lebt es sich noch teurer als in Bern. Wer hier ins Kino gehen möchte, zahlt übrigens im internationalen Vergleich am meisten. 20,66 Dollar kostet die einfache Kinokarte. Und auch alles andere ist in Zürich nicht billig. Quelle: dpa
Platz sieben: GenfDer siebte Platz geht an Genf. Dort kostet beispielsweise eine Tasse Kaffee 6,52 Dollar. Quelle: dpa/dpaweb
Platz sechs: Hong KongDas Ranking wird neben den Schweizer Großstädten auch von Metropolen aus dem asiatisch-pazifischen Raum dominiert. Den Auftakt macht die Weltstadt Hong Kong. Dort kostet beispielsweise ein Liter Normalbenzin durchschnittlich 2,23 Dollar. Verglichen mit den anderen 214 Städten ist das ist der höchste Preis. Quelle: REUTERS
Platz fünf: Singapur"In Europa sind die Lebenshaltungskosten in einigen Ländern durch starke nationale Währungen gestiegen, in der Schweiz sogar trotz teilweise sinkender Wohnkosten. Eine gegenläufige Entwicklung sehen wir in Asien, wo lokale Währungen etwas geschwächt sind", sagt Kaiser. Trotzdem bewegen sich die Lebenshaltungskosten in vielen asiatischen Städten noch immer auf einem sehr hohen Niveau. So auch in Singapur, wo beispielsweise der Liter Normalbenzin 1,76 Dollar kostet. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz vier: N DjamenaAuf Platz vier folgt mit N’Djamena im Tschad eine afrikanische Stadt. "Importierte Güter wie Kleidung und Haushaltswaren sind in der Regel kostspielig. Dies erklärt beispielsweise die hohe Platzierung der afrikanischen Städte, wo diese Faktoren besonders stark ins Gewicht fallen", erklärt Mercer-Expertin Margit Kaiser. Quelle: REUTERS

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit mehr als sechs Jahren nicht: Für Januar prognostiziert das Marktforschungsunternehmen GfK beim Konsumklimaindex ein weiteres Plus von 0,2 Zählern auf 7,6 Punkte. „Das ist der höchste Wert seit August 2007“, teilten die Nürnberger Konsumspezialisten am Freitag mit. Als Hauptgrund führten sie die Rahmenbedingungen im Inland an, vor allem die positive Lage am Arbeitsmarkt, die gute Entwicklung bei den Einkommen und die niedrige Inflationsrate.

Wachstumsprognosen für Deutschland 2014

„Zusätzliche Hilfe erfährt die Binnennachfrage durch das überaus niedrige Zinsniveau, das Sparen in den Augen der Anleger wenig attraktiv erscheinen lässt und darüber hinaus die Kreditfinanzierung von Anschaffungen fördert“, ergänzten die Konsumforscher. Die Folgen der historisch niedrigen Zinsen zeigen sich deutlich in der Sparneigung: „Die befindet sich derzeit im freien Fall“, erläuterte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

Das stützt auch die Anschaffungsneigung. Das letzte Mal war die Kaufbereitschaft im Dezember 2006 höher als in diesem Dezember - damals stand die Erhöhung der Mehrwertsteuer unmittelbar bevor, viele Menschen zogen besonders größere Anschaffungen vor.

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Weitere Stützen der aktuellen Konsumneigung sind die steigende Beschäftigung sowie kräftige Einkommenszuwächse. Auch reduziert die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt die Angst der Arbeitnehmer, ihren Job zu verlieren - was wiederum die Planungssicherheit bei Kaufentscheidungen fördert.

Die Einkommenserwartung der Verbraucher ging nach dem hohen Zugewinn im Vormonat im Dezember wieder etwas zurück. Bei den Konjunkturerwartungen gab es der repräsentativen GfK-Studie zufolge zum vierten Mal in Folge einen Anstieg, weil die deutsche Wirtschaft zunehmend Fahrt aufnehme.

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