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GfK-Prognose Deutsche bringen 2014 den Konsum in Schwung

Die Verbraucher in Deutschland sorgen dieses Jahr voraussichtlich für einen kräftigen Wachstumsschub. Laut Prognose der Nürnberger GfK-Marktforscher werden die Konsumenten 1,5 Prozent mehr ausgeben.

Was der deutschen Wirtschaft Mut und Angst macht
Konsum Quelle: dpa
Investitionen Quelle: dpa
Angstmacher: EurokriseSie hat sich dank dem Einschreiten der Europäischen Zentralbank (EZB) merklich beruhigt. Seit ihr Chef Mario Draghi Ende 2012 den unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder angekündigt hat, hat nach Ansicht der Finanzmärkte die Gefahr einer Staatspleite in Spanien und Italien deutlich abgenommen. Doch die Ruhe könnte sich als trügerisch erweisen. So reagieren die Börsianer zunehmend nervös auf die Umfrageerfolge von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der bei der Parlamentswahl kommende Woche in Italien wieder kandidiert. Berlusconi will viele Reformen seines Nachfolgers Mario Monti wieder zurücknehmen und beispielsweise die Immobiliensteuer wieder abschaffen. Quelle: REUTERS
Angstmacher: Euro-StärkeDie Gemeinschaftswährung steht unter Aufwertungsdruck. Seitdem die japanische Notenbank ihre Geldschleusen geöffnet hat, ist der Euro um 20 Prozent im Verglich zum Yen gestiegen. Dort sitzen einige der größten Konkurrenten der deutschen Exporteure, darunter Autokonzerne wie Toyota und viele Maschinenbauer. Sie können ihre Produkte dank der Yen-Abwertung billiger anbieten. Quelle: dpa
Auch im Vergleich zu anderen Währungen ist der Euro teurer geworden. Experten warnen bereits vor einem Abwertungswettlauf. Noch können die deutschen Exporteure mit dem Wechselkurs gut leben. Die größere Sorge ist, dass weniger konkurrenzfähige Euro-Länder wie Frankreich oder Italien darunter leiden. Das würde am Ende auch Deutschland treffen, das fast 40 Prozent seiner Waren in die Währungsunion verkauft. Quelle: dpa

"Der private Konsum stützt die Binnenkonjunktur nachhaltig", prophezeite GfK-Vorstandschef Matthias Hartmann am Mittwoch in Nürnberg. Damit wären die Deutschen 2014 wesentlich spendabler als im vorigen Jahr, als sie ihre Ausgaben - bereinigt um die Inflation - nur um 0,9 Prozent steigerten. Auch in der Europäischen Union stehen die Zeichen auf mehr Konsum: Erstmals seit 2011 soll der private Verbrauch laut GfK real wieder anziehen.

Nach Prognose der Nürnberger Experten werden die Bürger in den 28 Staaten zwischen 0,5 und 1,0 Prozent mehr ausgeben und somit "deutlich zum steigenden Wirtschaftswachstum in Europa beitragen". Noch bewege sich der Konsum allerdings auf eher niedrigem Niveau. "Erst wenn die Unternehmen in der Lage sind, neue Jobs zu schaffen, und die Arbeitslosigkeit in der Folge deutlich sinkt, kann auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher wieder deutlicher ansteigen", sagte Hartmann.

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In Deutschland werde sich die wachsende Konsumlust der Verbraucher für den Lebensmittelhandel in den Kassen deutlich bemerkbar machen. Der restliche Einzelhandel werde voraussichtlich nur moderat wachsen. Im Trend liegen laut GfK Ausgaben für Immobilien, Renovierungen und Reisen.

Die deutschen Verbraucher hakten die Finanzkrise jetzt allmählich ab, so der GfK-Chef. Die Konjunkturaussichten seien weiter gut. Der Aufschwung verspreche eine anhaltend positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, womit die Bürger auch auf höhere Löhne hoffen könnten.

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