GfK-Studie Deutsche haben 2014 mehr Geld in der Tasche

Rein rechnerisch kann jeder Bundesbürger laut GfK im Jahr 2014 gut 586 Euro mehr ausgeben. Allerdings fordern Inflation und stagnierende Löhne ihren Tribut. Und das Gefälle zwischen den Regionen ist groß.

Hier leben die reichsten Europäer
Das durchschnittliche höchste Einkommen pro Kopf pro Jahr haben rechnerisch die Menschen in Liechtenstein. Sie können 58.844 Euro ausgeben. Damit haben sie mehr als viermal so viel Geld zur Verfügung wie der europäische Durchschnitt. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Auf dem zweiten Platz der reichsten Europäer liegen die Schweizer. Sie haben umgerechnet 36.351 Euro pro Jahr zur Verfügung. Quelle: dpa
Auch in Norwegen geht es den Menschen sehr gut: mit 31.707 Euro durchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen im Jahr haben sie knapp zweieinhalbmal so viel wie der europäische Durchschnitt. Quelle: dpa
In Luxemburg haben die Menschen durchschnittlich ​28.185 Euro zur Verfügung. Damit belegen sie Rang vier. Quelle: dpa
Von den nordeuropäischen Ländern belegt Schweden zwar nur Platz zwei nach Norwegen, die Schweden haben durchschnittlich aber auch 21.640 Euro zur Verfügung, immer noch fast doppelt so viel wie der europäische Durchschnitt. Quelle: dpa
Unsere direkten Nachbarn aus Österreich liegen beim Ranking noch vor Deutschland: mit ​21.295 Euro nur knapp hinter den Schweden. Quelle: dpa
Die Dänen haben nicht nur eine schöne Küste, sondern auch ein hohes Durchschnittseinkommen: 21.161 Euro pro Kopf. Von den nordeuropäischen Ländern liegen sie damit im Mittelfeld. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Die Deutschen haben nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2014 mehr Geld in der Tasche. Die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf werde nominal um 586 Euro oder 2,85 Prozent steigen, teilte die GfK-Tochter GeoMarketing mit. Angesichts einer prognostizierten Inflationsrate von 1,7 Prozent und stagnierender Löhne blieben real allerdings im Schnitt nur rund 1,1 Prozent mehr im Portemonnaie der Verbraucher. Hinzu komme das Wohlstandsgefälle zwischen West und Ost. Nicht alle Bevölkerungsgruppen hätten deshalb eine positive Kaufkraftentwicklung zu erwarten, sagte GfK-Marktdatenexpertin Simone Baecker-Neuchl.

Insgesamt rechnet die GfK im kommenden Jahr für ganz Deutschland mit einer Kaufkraftsumme von 1,7 Billionen Euro. Pro Kopf entspricht das bei rund 80 Millionen Einwohnern einem Durchschnittswert von 21.179 Euro. Unter Kaufkraft versteht man das verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Hilfen wie Renten, Arbeitslosengeld oder Kindergeld, das für den Konsum ausgegeben werden kann.

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Das Bundesland mit der höchsten Kaufkraft in der Rangliste der GfK ist Hamburg. Es folgen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Demnach haben die Einwohner des Landkreises Starnberg am meisten Geld in der Tasche - vor dem Hochtaunuskreis in Hessen und dem Stadtkreis München. Neu unter den Top Ten ist der bayerische Landkreis Miesbach, der den Kreis Stormarn nördlich von Hamburg verdrängt.

Das Ost-West-Gefälle in Deutschland ist nach wie vor hoch: Während die Kaufkraft in Starnberg mit 31.438 Euro pro Kopf um fast 50 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt, ist sie im sächsischen Görlitz mit 16.030 Euro nur ungefähr halb so hoch wie in dem bayerischen Kreis. Allerdings zeigen sich auch in den Bundesländern selbst große Unterschiede. So betrage die Differenz zwischen dem Hochtaunuskreis und dem nur 50 Kilometer entfernten Gießen 10.500 Euro, heißt es bei der GfK.

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