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Ifo Exporteure so optimistisch wie seit zehn Jahren nicht mehr

Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie kletterte im April auf ein Zehn-Jahres-Hoch. Quelle: dpa

Die deutschen Exporteure trotzen der Coronakrise: Die Erwartungen der Industrie steigen auf ein Zehn-Jahres-Hoch. Doch zwei Sorgenkinder gibt es.

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Die deutschen Exporteure sind angesichts der weltweiten Konjunkturerholung nach der Corona-Rezession so optimistisch wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie kletterte im April um 0,8 auf 24,6 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Januar 2011. „In vielen Ländern zeigt sich die Industrie von der Pandemie kaum beeinträchtigt“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. „Davon profitiert die Nachfrage nach deutschen Exportgütern deutlich.“

Demnach verbesserten sich die Aussichten über fast alle Industriezweige hinweg. In der Elektroindustrie sind die Erwartungen sehr optimistisch. Auch im Maschinenbau stieg der Indikator auf den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Chemische Industrie plant ebenfalls mit mehr Aufträgen aus dem Ausland im zweiten Quartal. „Die einzigen Sorgenkinder sind die Hersteller von Bekleidung und der sonstige Fahrzeugbau“, hieß es. „Sie rechnen mit rückläufigen Auslandsumsätzen.“

Die deutsche Wirtschaft profitiert derzeit vor allem vom Aufschwung ihrer wichtigsten Exportkunden USA und China. Experten sagen den beiden weltgrößten Volkswirtschaft in diesem Jahr ein kräftiges Wachstum voraus. Sorgen bereiten der deutschen Industrie derzeit massive Lieferkettenprobleme. 45 Prozent der Firmen klagen über Probleme mit Vorprodukten – so viele wie nie zuvor, wie das Ifo-Institut herausfand.

Mehr zum Thema: Ausgrenzen, Sanktionieren, Abschotten sowie das Einreißen von Brücken haben in der Weltgeschichte noch nie Mehrwert generiert. Unternehmen müssen sich dennoch auf diese geopolitische Bedrohung einstellen. Ein Gastbeitrag.

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