Ifo-Geschäftsklima-Index Stimmung trübt sich leicht ein

Sinkende Exporte nach China, der VW-Abgas-Skandal, die gestiegene Terrorgefahr: Die Chefs der deutschen Unternehmen zeigten sich im Dezember verunsicherter als erwartet.

Was Analysten für das Anlagejahr 2016 erwarten
Deutsche Bank Quelle: REUTERS
Deka BankDie Fondsspezialisten der Sparkassen erwarten, dass der Goldpreis im kommenden Jahr deutlich unter die kritische Marke von 1000 Dollar fallen wird. S&P 500: 2000 Punkte Nikkei: 17000 Punkte Gold: 960 Dollar Öl: 57 Dollar Euro/Dollar: 1 Dollar Bundesanleihen 10 Jahre: 1 Prozent US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,9 Prozent Quelle: dpa
PostbankIm Gegensatz zur Deka Bank ist die Postbank beim Goldpreis etwas optimistischer. Ein möglicher Impuls kommt von der Schmucknachfrage, da die Konjunktur in Indien zuletzt deutlich besser lief als erwartet. S&P 500: 2250 Punkte Nikkei: 21750 Punkte Gold: 1100 Dollar Öl: 57 Dollar Euro/Dollar: 1 Dollar Bundesanleihen Rendite 10 Jahre: 1,0 Prozent US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,75 Prozent Quelle: dpa
Berenberg BankDeutschlands älteste Privatbank ist im Vergleich zur Konkurrenz vergleichsweise optimistisch, was den Euro angeht. S&P 500: 2200 Punkte Gold: 1150 Dollar Öl: 55 Dollar Euro/Dollar: 1,15 Dollar Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,1 Prozent US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,8 Prozent Quelle: obs
SantanderS&P 500: 2250 Punkte Gold: 1050 Dollar Öl: 55 Dollar Euro/Dollar: 1 Dollar Bundesanleihen Rendite 10-jährige: 0,9 Prozent US-Treasury Rendite 10-jährige: 2,75 Prozent Quelle: AP
Credit Suisse Quelle: REUTERS
Commerzbank Quelle: dpa

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hat sich im Dezember überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel um 0,3 auf 108,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die Firmenchefs beurteilten die Lage schlechter, während die Aussichten für das erste Halbjahr 2016 unverändert eingeschätzt wurden.

"Möglicherweise lasten Terror und Flüchtlingskrise doch etwas stärker auf der Stimmung als gedacht", sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. In den wichtigen Branchen fielen die Ergebnisse allerdings sehr unterschiedlich aus.

Im Baugewerbe sowie besonders im Groß- und Einzelhandel trübte sich die Stimmung ein. "Vermutlich wegen des warmen Wetters waren die Einzelhändler etwas weniger zufrieden mit ihrer Lage", erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zum laufenden Weihnachtsgeschäft. In der Industrie besserte sich das Klima dagegen, weil die Unternehmen optimistisch auf die kommenden sechs Monate blicken. Bei den Dienstleistern ist die Stimmung sogar gut wie nie.

Experten halten den unerwarteten Rückgang nicht für einen Beinbruch. "Das ist ein harmloser Rücksetzer auf hohem Niveau", sagte der Europa-Chefvolkswirt der Nordea Bank, Holger Sandte. Die deutsche Wirtschaft könne 2016 zwischen 1,5 und 2,0 Prozent wachsen, die Beschäftigung werde steigen. "Viele Länder würden sich solche Aussichten wünschen", so Sandte.

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Sinkende Exporte nach China schürten zuletzt Sorgen vor einem Dämpfer für die exportabhängige deutsche Wirtschaft, zumal auch andere große Schwellenländer wie Brasilien und Russland in Schwierigkeiten stecken. Auch der VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte sorgt für Verunsicherung, ebenso die gewachsene Terrorgefahr.

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