ifo-Institut Weihnachtsmann bringt stabiles Wachstum

Die deutsche Wirtschaft wird nächstes Jahr kräftig in Schwung kommen. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent. "Das ist das Geschenk vom Weihnachtsmann", sagte er.

Der Weihnachtsmann bringt der deutschen 2014 ein starkes Wachstum. Quelle: obs

Das Münchner Ifo-Institut sagt Deutschland 2014 ein kräftiges Wirtschaftswachstum voraus - aber auch einen Anstieg des umstrittenen Leistungsbilanzüberschusses. Für das Gesamtjahr rechnet Ifo-Chef Hans-Werner Sinn mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent und hält seine Erwartungen damit im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsforschern stabil. "Das ist das Geschenk vom Weihnachtsmann. Die Konjunkturaussichten für das nächste Jahr sind prächtig", sagte Sinn. Unter den großen EU-Ländern habe Deutschland damit "wieder mal das stärkste Wirtschaftswachstum seit dem Ausbruch der Finanzkrise."

Die Konjunktur-Prognosen für die Krisenländer

Die Firmen seien nicht mehr so verunsichert und die Aussichten auf steigende Einkommen der Menschen seien gut. Deshalb werde vor allem die Inlandsnachfrage die Wirtschaft angekurbelt. "Die deutsche Konjunkturlokomotive kommt unter Dampf", freuten sich die Experten.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Das Ifo geht allerdings auch davon aus, dass die umstrittenen Leistungsbilanzüberschüsse weiter steigen. Hier werde der Überschuss im Verhältnis zur Wirtschaftskraft von 7,0 Prozent im vergangenen Jahr auf 7,3 Prozent im nächsten Jahr zulegen. Die EU-Kommission nimmt derzeit Deutschland wegen dieser massiven Exportüberschüsse unter die Lupe. Es wird geprüft, ob dadurch in der Euro-Zone größere wirtschaftliche Ungleichgewichte entstanden sind. Die Brüsseler Behörde stuft einen Leistungsbilanzüberschuss von mehr als sechs Prozent der Wirtschaftsleistung über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren als stabilitätsgefährdend ein.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%