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Ifo-Präsident Sinn Ukraine-Krise drückt Wachstum auf Null

Exklusiv

Die Ukraine-Krise und die Sanktionen gegen Russland werden das Wachstum in Deutschland auf Null drücken. Damit rechnet Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner ifo Institutes für Wirtschaftsforschung, in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.

Hans-Werner Sinn Quelle: dapd

„Der Wirtschaftsaufschwung, der in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres begann und sich bis in den Winter fortsetzte, scheint nun eine längere Pause einzulegen“, schreibt Sinn. „Die Wachstumsprognose, die das ifo Institut noch im vergangenen Monat abgab, muss vermutlich nach unten revidiert werden.“

Schon im zweiten Quartal habe die Krise das Wachstum in Deutschland gebremst. „Die Vermutung, dass das zweite Quartal 2014 gegenüber dem ersten ein Plus von 0,3 Prozent aufweist, ist nach heutigem Stand der Dinge wohl nicht mehr zu halten. Wahrscheinlicher ist ein Nullwachstum“, so Sinn. „Auch für das dritte Quartal 2014 dürfte das derzeit mit 0,4 Prozent prognostizierte Wachstum nach unten zu revidieren sein. Das wird dann auch die Jahresprognosen für 2014 und 2015 signifikant senken.“

Allerdings werde Deutschland keinesfalls in eine Krise rutschen. „Erstens wird die Binnenwirtschaft von einem ansehnlichen Konsumzuwachs getragen, zweitens ist der Dienstleistungssektor sehr stabil, und drittens gab der ifo-Indikator im Vergleich zu früheren Vergleichsperioden nur moderat nach. Es gibt somit keine Ähnlichkeit zum Katastrophenjahr 2008.“

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