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Institut für Weltwirtschaft Deutschland steuert auf Hochkonjunktur zu

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr veröffentlicht. Und die sieht für Deutschland äußerst rosig aus. Und zwar sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher..

Deutschland ist Logistik-Weltmeister
Platz zehn: JapanDie Weltbank hat rund 6000 Logistikunternehmen rund um den Globus befragt, wie ihre Erfahrungen mit der Zollabfertigung, der Nachverfolgung von Paketen und der Pünktlichkeit von Dienstleistern in verschiedenen Ländern sind. Die Unternehmen konnten in den Kategorien Zollabfertigung, Handels- und Transportinfrastruktur, Lieferungen, Zufriedenheit mit regionalen Logistikunternehmen, Pünktlichkeit und Transparenz Punkte von eins bis fünf vergeben. Daraus ergibt sich der Logistics Performance Index (LPI).Japan liegt mit einem LPI von durchschnittlich 3,91 auf Rang zehn. Am höchsten ist die Einzelwertung Japans in der Kategorie Pünktlichkeit mit 4,24 von fünf möglichen Punkten. Quelle: AP
Platz neun: USAMit nur 0,01 Punkten mehr ziehen die USA im Logistik-Ranking an Japan vorbei: 3,92 Punkte vergaben die befragten Logistiker an Amerika. Die höchste Punktzahl gab es für die Qualität der Handels- und Transportinfrastruktur (4,18 Punkte), am schlechtesten bewertet wurde das Arrangieren von Lieferungen zu arrangieren (3,45 Punkte). Quelle: REUTERS
Platz acht: LuxemburgAn Luxemburg gingen je 3,82 Punkte für die Effizienz der Zollabfertigung und das problemlose Arrangieren von Lieferungen, 3,91 Punkte für die Qualität der Infrastruktur an sich, 3,78 Punkte für die Qualität der regionalen Logistikdienstleister, 3,68 Punkte für die Nachverfolgung von Sendungen und 4,71 Punkte für die Pünktlichkeit. Insgesamt erreicht Luxemburg 3,95 von fünf Punkten. Quelle: dpa
Platz sieben: NorwegenNorwegen tat sich insbesondere bei der Qualität der Zollabfertigung mit 4,21 Punkten hervor. Insgesamt ergatterte Norwegen mit 3,96 Punkten Platz sieben - im Jahr 2012 belegte das skandinavische Land noch Rang 22. Quelle: AP
Platz sechs: SchwedenAuch Schwedens Logistik kann sich sehen lassen. Bestnoten gab es für die Pünktlichkeit (4,26 Punkte). Insgesamt erzielte Schweden eine LPI von 3,96 Punkten. Quelle: AP
Platz fünf: Singapur Singapur hat sich gegenüber dem Logistik-Ranking der Weltbank aus dem Jahre 2012 verschlechtert. Vor zwei Jahren belegte Singapur noch Platz eins, heute reicht es mit einem LPI von vier von fünf möglichen Punkten nur noch für Platz fünf. Die beste Wertung bekam Singapur mit 4,28 Punkten übrigens für die Qualität der Handels- und Transportinfrastruktur. Quelle: dpa
Patz vier: GroßbritannienInsgesamt gingen 4,01 Punkte an das Vereinigte Königreich. Im einzelnen bekam England folgende Punkte: Qualität der Zollabfertigung: 3,94 Qualität der allgemeinen Infrastruktur: 4,16 Qualität von Logistikdiensten: 4,03 Sendungsnachverfolgung: 4,08 Pünktlichkeit: 4,33 Quelle: REUTERS

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sieht Deutschland vor einem kräftigen Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 2,0 und 2015 um 2,5 Prozent zulegen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Prognose der Kieler Ökonomen. Sie sind damit optimistischer als die Bundesregierung, die mit 1,8 und 2,0 Prozent rechnet. "Alles in allem steuert die deutsche Wirtschaft - wenn nichts dazwischen kommt - auf eine Hochkonjunktur zu", erklärte das IfW. Die Verbraucher dürften mehr konsumieren, die Unternehmen stärker investieren.

Konjunkturindikatoren

Treiber sei vor allem die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins vorige Woche auf das Rekordtief von 0,15 Prozent senkte und Banken erstmals Strafzinsen für das bei ihr geparkte Geld aufbrummte. "Damit vergrößert sich das Risiko von Fehlentwicklungen weiter, das wiederum ein erhebliches Rückschlagpotenzial für die wirtschaftliche Entwicklung birgt", warnt das Institut. Auch die Preise dürften im Aufschwung wieder stärker steigen. 2015 soll die Inflationsrate bei 2,2 Prozent liegen, in diesem Jahr dagegen nur bei 1,2 Prozent.

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Im März hatte das Kieler Institut vor Inflationsgefahren gewarnt. Bereits im kommenden Jahr dürfte sich die beginnende Hochkonjunktur demnach in höheren Teuerungsraten bemerkbar machen. Zur Diskussion um eine möglicherweise drohende Deflation in Europa hieß es dazu: „Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem ausgeprägten Rückgang der Preise auf breiter Front kommt, ist unserer Einschätzung nach gering“. Die gegenwärtig geringe Inflation im Euroraum werde bald wieder anziehen.

Auch andere Institute wie das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) beurteilen die Lage weiterhin als gut. Nach Ansicht der Hamburger Experten beflügeln die kräftige Entwicklung der Investitionen und der starke Konsum das Wachstum in Deutschland. Sie rechnen deshalb mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 2,2 Prozent.

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