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Internationaler Währungsfonds Ölpreisverfall treibt Weltwirtschaft an

Der IWF prophezeit durch den Ölpreisverfall einen kräftigen Konjunkturschub und sagt ein Wachstum von bis zu 0,7 Prozentpunkten voraus. Die niedrigen Ölpreise wirkten wir eine „Fitnessspritze für die globale Konjunktur“.

Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington: „Insgesamt betrachten wir dies als Fitnessspritze für die globale Konjunktur.“ Quelle: dpa

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem kräftigen Konjunkturschub durch anhaltend niedrige Ölpreise. Die Weltwirtschaft könnte im kommenden Jahr um bis zu 0,7 Prozentpunkte stärker wachsen als bislang erwartet, erklärten IWF-Ökonomen am Montag in einem Blog.

Sie gehen davon aus, dass die Ölpreise nach dem drastischen Rückgang in den vergangenen Monaten dauerhaft tief bleiben werden. „Insgesamt betrachten wir dies als Fitnessspritze für die globale Konjunktur“, erläuterten IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard und Rohstoffexperte Rabah Arezki. Ihre aktuelle Wachstumsprognose liegt bei 3,8 Prozent. Durch den Ölpreiseffekt könnten demnach 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte hinzukommen.

Starke Auswirkungen erwarten die beiden Ökonomen insbesondere für China, dessen Wirtschaft nach ihrer bisherigen Schätzung 2015 um 7,1 Prozent wachsen wird. Hier sehen sie ein zusätzliches Potenzial von 0,4 bis 0,7 Prozentpunkten und für 2016 sogar von 0,5 bis 0,9 Prozentpunkten.

Nach Ansicht der IWF-Experten ist der Ölpreisrückgang zu größten Teilen auf die gute Versorgungslage zurückzuführen. Zugleich warnen sie allerdings auch, der Preisverfall erhöhe die Risiken für die Stabilität im Finanzwesen, unter anderem wegen des Wechselkurseinbruchs in Ölförderländern wie Russland.

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