IW-Institut Köln Deutsche Firmen blicken vorsichtiger auf 2016

Die deutschen Unternehmen blicken nur verhalten optimistisch auf das nächste Jahr. Grund dafür seien vor allem die maue Weltkonjunktur sowie die Schwäche in Schwellenländern wie China, Brasilien und Russland.

Die deutschen Unternehmen blicken nur verhalten optimistisch auf das nächste Jahr. Quelle: dpa

Zudem steige die Unsicherheit auch wegen der unklaren Folgen des Flüchtlingszustroms. Das IW rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um rund eindreiviertel Prozent, der sich 2016 wohl auf etwa eineinhalb Prozent abschwächen werde.

Nur gut ein Viertel der Unternehmen erwartet laut Umfrage für 2016 steigende Exporte, im Frühjahr war es noch rund ein Drittel, teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag zu seiner Umfrage unter runter 3000 Firmen mit. Knapp 38 Prozent der Betriebe setzen auf eine steigende Produktion, zuletzt taten dies noch 43 Prozent. "Trotz aller Unsicherheit bleiben die Unternehmen in Sachen Beschäftigung noch recht zuversichtlich", betonten die IW-Experten. Rund 28 Prozent wollen demnach 2016 neue Mitarbeiter einstellen, 17 Prozent werden dagegen Personal abbauen.

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Das IW appellierte an die Politik, für Flüchtlinge und Investitionen keine neue Schulden zu machen. "Diese Mehrkosten müssen aus den aktuellen Steuermehreinnahmen gestemmt werden und indem an anderer Stelle gespart wird", sagte IW-Direktor Michael Hüther. "Das ist ohne Probleme möglich."

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