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Konjunktur Arbeitslosigkeit sinkt trotz Wachstumsdämpfer

Gute Zahlen für die Bundesrepublik: Die Arbeitslosigkeit ist gesunken und der Einzelhandel ist optimistischer. Im weltweiten Konjunktur-Vergleich sollen die USA aber deutlich stärker sein als Europa.

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Konjunktur Quelle: dpa

Trotz leichter Konjunkturflaute ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im März auf 3,028 Millionen gesunken. Das seien 82.000 weniger als im Februar und 182.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.

Damit erreicht die Bundesrepublik die geringste Arbeitslosigkeit in einem März seit 20 Jahren. „Die aktuelle konjunkturelle Schwächephase hat auf dem Arbeitsmarkt kaum Spuren hinterlassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. Grund für die gesunkene Arbeitslosigkeit seien demnach vor allem die Frühjahrsbelebung und die weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen sank die Arbeitslosenzahl nach BA-Berechnungen um 18.000. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten im Schnitt einen saisonbereinigten Rückgang um 10.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote ging damit um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zurück.

Einzelhandel positiv gestimmt

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    Auch der deutsche Einzelhandel blickt nach der Konsumabschwächung im zweiten Halbjahr 2011 wieder optimistischer in die Zukunft. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, sagte unter Berufung auf eine aktuelle Branchenumfrage: „Über alle Branchen hinweg erwarten die Unternehmen für das erste Halbjahr stabile oder steigende Umsätze.“

    Für das Gesamtjahr bekräftigte der HDE seine Erwartung eines Umsatzwachstums im Einzelhandel von nominal 1,5 Prozent. Der Aufbau neuer Stellen werde allerdings wohl nicht mehr im gleichen Tempo wie in den vergangenen Jahren stattfinden können, sagte Genth. „Die Insolvenz von Schlecker wird voraussichtlich viele Mitarbeiter freisetzen“, betonte er. Das könnten die anderen Handelsunternehmen nicht ohne weiteres kompensieren.

    Auch Europa nimmt Fahrt auf, USA sind schneller

    Ölpreise Quelle: AP

    Auch im internationalen Vergleich scheint nach dem Konjunktureinbruch zum Ende des vergangenen Jahres das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern wieder Fahrt aufzunehmen, so die aktuelle Einschätzung der OECD. Dabei lassen die USA Europa beim Tempo aber hinter sich, prognostizierte die von Industrieländern getragene Wirtschaftsorganisation.

    Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wächst demnach im ersten Quartal 2012 nur leicht um 0,1 Prozent, um im zweiten Vierteljahr auf 1,5 Prozent zuzulegen.

    Währenddessen kann in den USA das Bruttoinlandsprodukt dank anziehender Beschäftigung und des wachsenden Vertrauens der Verbraucher in den ersten beiden Quartalen um 2,9 beziehungsweise 2,8 Prozent zulegen, sagten die OECD-Volkswirte voraus.

    „Geringere wirtschaftliche Anspannung“ für Europa

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      Die französische Wirtschaft dürfte hingegen schrumpfen, heißt es. Für die drei größten europäischen Industrienationen Deutschland, Frankreich und Italien zusammengenommen haben die Ökonomen einen Rückgang von 0,4 Prozent fürs erste und ein Plus von 0,9 Prozent fürs zweite Quartal errechnet.

      Konjunktur



      Vor allem in Italien dürfte die Konjunktur mit minus 1,6 beziehungsweise minus 0,1 Prozent weiter schwach bleiben.

      Die OECD betonte bei der Vorstellung des Berichts, vor allem in Deutschland und den USA sei das Risiko extremer negativer Ereignisse mittlerweile abgeschwächt. Für den Euro-Raum sagten die Experten eine „geringere wirtschaftliche Anspannung“ voraus. Ein Risiko bleibe jedoch die Entwicklung der Ölpreise, warnte die OECD.

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