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Konjunktur IWF-Chefin warnt vor Depression

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Frankreich rutscht in die Rezession

Lagarde spielt auf die erfolglosen Bemühungen bei der Welthandelsorganisation WTO zu einer Liberalisierung des Welthandels an. Derzeit tagt die achte Ministerkonferenz der WTO in Genf. WTO-Chef Pascal Lamy hat betont, dass der Welthandel wegen des Stillstands bei den Doha-Verhandlungen zum Abbau von Handelsschranken am Scheideweg stehe. Quelle: dpa

Lagarde hat daher die Weltgemeinschaft zum Schulterschluss gegen eine drohende globale Wirtschaftskrise aufgerufen. Keine Volkswirtschaft, egal ob arm oder reich, sei momentan immun gegen einen Niedergang, wenn sie sich isoliere, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds am Donnerstag in Washington. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bezeichnete sie als „ziemlich düster“. Es bestehe fast überall die Gefahr, dass sich das Wachstum verlangsame und die öffentlichen Haushalte ins Schwanken gerieten.

Mit diesen Äußerungen dürfte Lagarde auch auf die erfolglosen Bemühungen bei der Welthandelsorganisation WTO zu einer Liberalisierung des Welthandels anspielen. Erst am Vortag hatte WTO-Chef Pascal Lamy betont, der Welthandel stehe wegen des Stillstands bei den Doha-Verhandlungen zum Abbau von Handelsschranken am Scheideweg. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise seien Fortschritte bei der Liberalisierung dringender denn je. Protektionismus in vielen Ländern verhindere Wachstum und koste die Weltwirtschaft dadurch jedes Jahr rund 800 Milliarden Dollar (615 Mrd Euro). 

Laut der Statistikbehörde Insee befindet sich die französische Wirtschaft in einer Rezession. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Quartal und dem ersten Quartal 2012 zurückgehen. Hintergrund der wirtschaftlichen Flaute ist eine Stagnation bei Investitionen und Konsumausgaben. Im ersten Quartal 2012 werde das BIP dann um weitere 0,1 Prozent abnehmen. Im zweiten Quartal rechnen die Insee-Volkswirte dann mit einer Erholung des BIP um 0,1 Prozent.

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