Konjunktur Umfrage: Wirtschaft der Euro-Zone schrumpft im Juli nur leicht

Die hohe Inflation, steigende Zinssorgen und Liefersorgen ziehen viele negative Folgen für die Wirtschaft mit sich. Industrie und Dienstleister in der Euro-Zone geben trotzdem nur etwas nach.

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Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – gab um 2,1 auf 49,9 Zähler nach. Quelle: IMAGO/Marc Schüler

Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im Juli trotz Energiekrise und rekordhoher Inflation nur leicht geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – gab um 2,1 auf 49,9 Zähler nach.

Er sackte damit erstmals seit Februar 2021 unter die Wachstumsschwelle von 50, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Mittwoch zu seiner Umfrage unter Tausenden Firmen auf Basis endgültiger Daten mitteilte.

In vorläufigen Zahlen war ein Wert von 49,4 gemessen worden, der eine etwas steilere Talfahrt angezeigt hatte. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Euro-Raums, wurde im Juli mit 48,1 Zählern ein 25-Monatstief erreicht.

„Der Konjunkturausblick für die Euro-Zone hat sich zu Beginn des dritten Quartals 2022 eingetrübt, und die jüngsten Umfragedaten deuten auf einen BIP-Rückgang im Juli hin“, sagte Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence.

Galoppierende Inflation, steigende Zinssätze und Liefersorgen – vor allem im Energiebereich – zogen laut S&P die stärksten Rückgänge bei Produktion und Auftragseingang seit fast einem Jahrzehnt nach sich – übertroffen nur von den Monaten während der Corona-Lockdowns.

Mehr: Die deutsche Industrie hofft auf China – doch die Erholung dort ist in Gefahr

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